Staatschutz ermittelt wegen Serie von Hakenkreuz-Schmierereien

In Rüsselsheim häufen sich Hakenkreuz-Schmierereien. Der Staatsschutz ermittelt wegen einer Serie von Taten. Stadt und Landkreis wehren sich inzwischen mit einer eigenen Kampagne.

Staatschutz ermittelt wegen Serie von Hakenkreuz-Schmierereien

Der polizeiliche Staatsschutz in Darmstadt ermittelt in einer Serie von Hakenkreuz-Schmierereien im Stadtgebiet von Rüsselsheim. Das meldet das Polizeipräsidium Südhessen.

Seit Ende April dieses Jahres sind der Polizei bereits zwölf Fälle bekannt geworden, in denen Unbekannte verfassungsfeindliche Symbole, Zahlenkombinationen und Parolen an Gebäude, Bänke, Unterführungen und ähnliche Flächen gesprüht haben.

Rückblickend auf die Jahre 2024 und 2025 vermuten die Ermittler sogar einen Zusammenhang bei insgesamt 29 Taten. Der angerichtete Schaden liegt dabei im Bereich von mehreren tausend Euro. Die Tatorte verteilen sich grundsätzlich auf das gesamte Stadtgebiet, wobei ein Schwerpunkt im Bereich „Im Hasengrund“ liegt.

Stadt und Landkreis starten Initiative

Bei den Taten handelt es sich um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden kann. Da sich die Schmierereien meist an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen befinden, gehen die Kosten für die aufwendige Entfernung zu Lasten der Allgemeinheit.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung haben die Stadt Rüsselsheim und der Landkreis Groß-Gerau eine Initiative gegen rechtsextreme Symbolik ins Leben gerufen. Die Kampagne läuft unter dem Motto #KeinOrtfürHass.

Die Staatsschützer sind nun auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise auf die Urheber der Schmierereien geben können. Informationen nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 06151 969-0 entgegen.