Für die Sprengung einer Weltkriegsbombe am Donnerstag (23. September) muss das Gebiet bei Rüdesheim weitläufig evakuiert werden. Betroffen sein werden laut Polizei wahrscheinlich auch der Bahnverkehr, die B42 und die Rheinschifffahrt.
Demnach soll der Absperrradius aller Voraussicht nach auch Teile der Bundesstraße, der Bahnstrecke sowie des Rheins betreffen. Größere Personengruppen müssen wahrscheinlich nicht evakuiert werden. Auch müssen Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei große Mengen Sand und Wasser zur Fundstelle bringen.
Wie die Polizei mitteilt, wurden am Dienstag bei Sondierungsarbeiten nahe des Jagdschlosses Niederwald drei Weltkriegsbomben gefunden (wir berichteten). Am Abend konnten bereits zwei der drei Bomben entschärft werden. Laut Kampfmittelräumdienst muss die dritte Bombe mit etwa 125 Kilogramm Sprengstoff kontrolliert gesprengt werden.
Für die Entschärfung waren die Seilbahn sowie 60 Personen aus dem Jagdschloss Niederwald evakuiert worden, da sie sich im Radius von 500 Metern um die drei Weltkriegsbomben befanden. 45 von ihnen wurden von Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in der Feuerwehr Aulhausen betreut. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.
Welche Maßnahmen für die Sprengung am Donnerstag konkret getroffen werden, wird im Lauf des Mittwochs bekanntgegeben. Aktuell bestehe laut Polizei außerhalb der Absperrung keine Gefahr.