Bootshaus Schierstein: Schule und Politik fordern Neubau

Wegen diverser Schäden ist das Bootshaus am Schiersteiner Hafen für die Schüler der Elly-Heuss-Schule nur noch eingeschränkt nutzbar. Nun könnte es einen Neubau geben.

Bootshaus Schierstein: Schule und Politik fordern Neubau

Die Wiesbadener Elly-Heuss-Schule bietet ihren Schülern ein doch eher ungewöhnliches Sportprogramm an. Ab der fünften Klasse können die Gymnasiasten an verschiedenen Ruder-Kursen direkt am Schiersteiner Hafen teilnehmen. Das erweist sich seit einiger Zeit aber als sehr schwierig, denn das Bootshaus am Hafen, welches die Schule mitnutzt, ist in einem sehr schlechten Zustand.

Schon vor einem Jahr musste das Bootshaus wegen Schäden kurzzeitig geschlossen werden. Da einer der Schwimmtanks durch den Winter beschädigt war, drohte das Haus abzusinken (wir berichteten). Zwar konnte das Haus seitdem wieder geöffnet werden, es ist aber nur noch eingeschränkt nutzbar. „Die Toiletten und Duschen sind seit einem Jahr nicht mehr nutzbar, weil ein Leck im Abwassertank festgestellt wurde“, erklärt Ansgar Berz von der Schule.

Zum Ersatz musste die Schule mobile Toiletten aufstellen, die jedoch schon mehrfach durch Vandalismus beschädigt wurden. Und auch die defekten Schwimmtanks wurden nur provisorisch repariert. Daher sei das Haus selbst auch momentan immer nur von kleinen Gruppen begehbar, so Berz.

Das Bootshaus sei ein Glücksfall für den Rudersport der Schule gewesen. Berz meint: „Der Rudersport in Wiesbaden hat sich dadurch gut entwickelt, was seit mehreren Jahren zu Kapazitätsengpässen führt.“ Das Haus sei lange nicht mehr den aktuellen Ansprüchen gewachsen. Weder für den Schulalltag noch für den Leistungssport entspreche es aktuellen Standards.

Neubau gefordert

Das Thema hat mittlerweile auch die Stadtpolitik erreicht. Fraktions-Abgeordnete von SPD, CDU und Grüne hatten im Sportausschuss einen Antrag an den Wiesbadener Magistrat gestellt. Darin wurde dieser aufgefordert, so schnell wie möglich einen dauerhaften Ersatz für das marode Bootshaus im Haushalt einzuplanen. Das solle schon mit der nächsten Haushaltsplanung 2020/21 geschehen.

„Die Suche nach einer Lösung drängt.“ - Ansgar Berz, Lehrer

Berz begrüßt den Vorstoß der Politik: „Hoffentlich kommt es bis zu einem Neubau nicht zu einer weiteren Verschlechterung für den Sportbetrieb.“ Er erhofft sich für den Rudersport einen Neubau an selber Stelle. Das neue Gebäude müsse dann barrierefrei sein, mit funktionierenden Sanitäranlagen und Mehrzweckräumen, wo sich die Schüler aufhalten könnten. „Die Suche nach einer Lösung drängt, da man den Zeitpunkt der nächsten Sperrung kaum vorhersehen kann“, meint der Lehrer.

Logo