Ballermann-Hit „Layla“ auf Wiesbadener Kerb „unerwünscht“

Am Ballermann hat der Partysong „Layla“ bereits Kult-Status erreicht. In Deutschland dagegen gibt es eine große Protestwelle gegen den Titel. Teilweise wird der Song aus den Festzelten verbannt. Wie sieht es in Wiesbaden aus?

Ballermann-Hit „Layla“ auf Wiesbadener Kerb „unerwünscht“

Riesen-Wirbel um den Mallorca-Hit „Layla“: Der Titel hat sich in kürzester Zeit zu einem der erfolgreichsten Partysongs am Ballermann entwickelt - und auch bereits jetzt schon zu einem der umstrittensten Hits der letzten Jahre. Auf den ersten Volksfesten und Kerben in Deutschland wird der Titel bereits boykottiert. Nun hat sich auch die Stadt Wiesbaden zu „Layla“ (Vorname aus dem arabisch-muslimischen Raum, Anmerkung der Redaktion) geäußert.

„Die geile Layla“

Besonders kritisch werden folgende Songzeilen gesehen: „Ich ging in den Laden und schon stand sie da. Geile Figur, blondes Haar. Ich hab ’nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler. Die schöne Layla, die geile Layla. Das Luder Layla, unsre Layla.“

Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass der Ballermann-Titel von DJ Robin und Schürze bereits auf dem Münchner Oktoberfest nicht gespielt wird, wie die „Bild“ berichtet. Ähnlich sieht es auf dem Würzburger Kiliani-Volksfest aus. Dort begründete ein Stadtsprecher das Verbot damit, dass der Titel „rassistische*, extreme und sexistische Inhalte“ habe. Auch in Düsseldorf soll die Stadt den dortigen Kirmes-Veranstalter mit Erfolg gedrängt haben, „Layla“ zu verbieten, wie die Zeitung schreibt.

Und wie sieht es nun in Wiesbaden aus, wird die Stadt dort auch aktiv und greift ein? So startet beispielsweise am heutigen Freitag die Gibber Kerb, demnächst folgen noch weitere Feste und Kerben. Auf Anfrage von Merkurist erklärt der persönliche Referent des Bürgermeisters, Christian Stettler: „Der Veranstalter der Gibber Kerb hat gegenüber der Ordnungsbehörde mitgeteilt, dass das Partylied Layla auf der Gibber Kerb unerwünscht ist und nicht gespielt werden soll.“

Dies werde den beauftragten Musikgruppen und DJ’s auch so mitgeteilt. Gleichzeitig macht Stettler aber auch deutlich, dass die Wiesbadener Ordnungsbehörde nach der derzeitigen Rechtslage „das Abspielen des Liedes Layla jedoch auch nicht untersagen“ könnte.

Logo