Vor Kurzem ist die Rheingauer Weinwoche 2026 zu Ende gegangen. Die Veranstalter ziehen dabei ein positives Fazit des Weinfests in Wiesbaden (wir berichteten). Doch nicht alle Besucher des Events teilen diese positive Einschätzung. So wird unter anderem Kritik am Rahmenprogramm, insbesondere an der Art und Lautstärke der Musik geübt, die gemütliche Gespräche unmöglich gemacht habe.
So schreibt etwa Leser Hajo von „völlig unpassender Schrei-Musik auf Bühne drei“, weshalb viele das Fest vorzeitig verlassen hätten. Ein anderer meint: „Ein schönes Beisammensein in warmer Sommernacht ist scheinbar ohne Bühnenlärm nicht mehr möglich“. Auch der Eindruck, dass die Musik lauter geworden sei, wurde geäußert. Zwar gehöre Musik dazu, aber nicht in einer Lautstärke, die Unterhaltungen verhindere.
Veranstalter verteidigt Musikauswahl
Auf Anfrage von Merkurist hat die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH als Veranstalterin nun auf die Kritik reagiert. Die Auswahl der Bands und Künstler erfolge über eine beauftragte Agentur und werde eng mit der Stadt abgestimmt. Dabei lege man großen Wert auf „Ausgewogenheit und Vielfalt, damit für möglichst viele Besucherinnen und Besucher etwas Passendes dabei ist“. Auch die Erfahrungen der Vorjahre und Rückmeldungen von Gästen und Winzern flössen in die Programmgestaltung ein.
Insgesamt werde das Musikkonzept „sehr positiv angenommen“, so die Veranstalter. Dies zeige sich daran, dass es bei Zehntausenden Besuchern nur sehr wenige Beschwerden gebe. Stattdessen würden sich regelmäßig zahlreiche Menschen vor den Bühnen versammeln, tanzen und die Musik begeistert annehmen.
Lautstärke unterliegt genauen Auflagen
Den Eindruck, die Musik sei von Jahr zu Jahr lauter geworden, könne man nicht bestätigen. „Für die Beschallung gelten im Rahmen der geltenden Lärmschutzvorgaben sehr genaue Auflagen“, teilt die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH mit. Die Anlagen würden von Sachverständigen eingemessen und eingestellt. Die Wahrnehmung von Lautstärke hänge oft auch von persönlichen Vorlieben ab: „Musik, die dem eigenen Geschmack weniger entspricht, wird nicht selten als lauter empfunden.“
Für Besucher, die es ruhiger mögen, gebe es zudem bewusst Bereiche, in denen keine Bühnenmusik zu hören sei. So könne man etwa im unteren Teil des Dern’schen Geländes sowie unter der Kastanie neben der Marktkirche die Atmosphäre der Weinwoche in entspannter Umgebung bei einem Glas Wein genießen. Außerdem biete das Fest mit drei verschiedenen Bühnen die Möglichkeit, den Platz zu wechseln.