Security-Mitarbeiter klauen Impfpässe in Impfzentrum und handeln damit

Die Polizei ermittelt gegen mehrere Tatverdächtige

Security-Mitarbeiter klauen Impfpässe in Impfzentrum und handeln damit

In einer Shisha-Bar in Rüdesheim wurden gefälschte Impfpässe verkauft, die zuvor in einem Impfzentrum geklaut worden waren. Das fand die Polizei heraus, als sie die Bar durchsuchte – eigentlich weil der Verdacht bestand, dass dort mit Betäubungsmitteln gehandelt wird.

Wie die Beamten am Donnerstag mitteilten, wurde die Shisha-Bar eines 28-Jährigen am 19. Oktober 2021 durchsucht. Bei der Suche nach den Betäubungsmitteln fanden die Ermittler mehrere Impfausweise mit Impfchargenstickern und offiziellen Stempelabdrücken des Impfzentrums Rheingau-Taunus-Kreis unter dem Tresen.

Die Ermittler werteten daraufhin das Smartphone des 28-Jährigen aus. Dabei stellte sich heraus, dass er die Ausweise von einem 32-jährigen Bad Schwalbacher bekommen hatte. Bei dem 32-Jährigen fand die Polizei später rund zwei Dutzend Impfausweise und fast 100 Impfchargenaufkleber. Auch sein Handy durchsuchten die Beamten und konnten so weitere Tatverdächtige identifizierten und herausfinden, wie das Impfpassgeschäft abgelaufen war.

Es besteht der Verdacht, dass der 32-Jährige als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes die Ausweise aus dem Impfzentrum klaute, um sie weiterzuverkaufen. Dazu tat er sich mit drei Komplizen zusammen, die ebenfalls als Security-Kräfte im Impfzentrum arbeiteten. Die Gruppe stellte darüber hinaus negative Bescheinigungen über nicht durchgeführte Corona-Schnelltests aus.

Bei Dursuchungen in der vergangenen Woche wurden weitere Impfausweise, gefälschte Impfausweise, Blanko-Impfnachweisbögen mit QR-Code sowie mehrere hundert Impfstoffchargenaufkleber sichergestellt. Die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen dauern an.

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