Mainzer und Wiesbadener Einsatzkräfte retten Menschen aus Hochwassergebiet

Nach den heftigen Unwettern insbesondere im Norden von Rheinland-Pfalz sind auch Einsatzkräfte aus Mainz und Wiesbaden im Einsatz. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer will sich die Lage noch heute vor Ort ansehen.

Mainzer und Wiesbadener Einsatzkräfte retten Menschen aus Hochwassergebiet

Mehrere Tote, etliche Vermisste und über 1500 Menschen, die ihre Häuser verlassen müssen – das ist die traurige Zwischenbilanz der heftigen Unwetter im Norden von Rheinland-Pfalz. Während die Landesregierung gerade zu einer Sondersitzung zusammenkommt, sind vor Ort alle Rettungskräfte im Einsatz. Auch Kräfte aus Mainz und Wiesbaden sind angereist, um zu helfen.

Höhenretter aus Wiesbaden im Einsatz

„Am Vormittag sind Spezialkräfte der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Wiesbaden mit Hubschraubern der Polizeifliegerstaffel Hessen in das Überschwemmungsgebiet im nördlichen Rheinland-Pfalz geflogen worden“, erklärt die Wiesbadener Feuerwehr in einer Mitteilung. Die Einsatzkräfte sollen in den vom Hochwasser besonders betroffenen Landkreisen bei Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen unterstützen. Schon gestern waren zwei Höhenretter der Feuerwehr mit einem Hubschrauber zum Einsatzort geflogen. „Im Landkreis Ahrweiler konnten sie an der Seilwinde des Hubschraubers hängend und unter teils widrigsten Bedingungen mehrere Menschen retten, die von den Wassermassen in ihren Häusern, in Fahrzeugen oder auf Bäumen sitzend eingeschlossen waren“, so die Wiesbadener Feuerwehr.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Mainz wurden in den Landkreis Trier-Saarburg entsandt. Ebenfalls bereits in der Nacht angereist sind Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus den Ortsvereinen Nierstein-Oppenheim, Sprendlingen-Gensingen und Nieder-Olm. Kräfte der Mainzer Bereitschaftspolizei sind im Bereich Koblenz im Einsatz.

Rheinland-Pfälzische Landesregierung sagt Unterstützung zu

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) äußerte sich am Morgen zu der Situation in Rheinland-Pfalz. „Es ist eine Katastrophe! Es gibt Tote, Vermisste und viele, die in Gefahr sind“, sagte sie beim letzten Plenum vor der Sommerpause. Sie bedankte sich bei den Einsatzkräften, die bei den Rettungsaktionen ihr Leben riskieren. Gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz will sie sich die Situation heute vor Ort ansehen. Den besonders betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten sagte die Regierung die Unterstützung des Landes zu.

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