Großeinsatz: Feuerwehr muss Fahrgäste aus Rüdesheimer Seilbahn retten

Defekt an Hydraulik

Großeinsatz: Feuerwehr muss Fahrgäste aus Rüdesheimer Seilbahn retten

Mit Drehleitern, Seilbahnrettern sowie einem Hubschrauber wurden am Freitagabend 41 Menschen aus der Seilbahn zwischen Rüdesheim und dem Niederwalddenkmal gerettet. Durch einen technischen Defekt konnte die Seilbahn nicht mehr fahren.

Um 17:55 Uhr alarmierte der Betreiber der 1,4 Kilometer langen Seilbahn die Feuerwehr. Denn der Defekt an der Hydraulik ermöglichte auch keinen Notbetrieb mehr, sodass die Fahrgäste in ihren Gondeln bis zu 14 Meter über dem Boden gefangen waren. Für die Rettung aus den 20 betroffenen Gondeln wurden zahlreiche Einsatzkräfte nachalarmiert.

Gondeln, die nicht mit der Drehleiter erreicht werden konnten, mussten von der Seilbahnrettungsgruppe der Feuerwehr Rüdesheim mit speziellen Seilfahrgeräten angefahren werden. Die Höhenretter konnten so die Gondeln erreichen und die Fahrgäste sicher abseilen. Außerdem wurden Höhenretter der Feuerwehr Wiesbaden aus einem Polizeihubschrauber abgeseilt und konnten so weitere teils gehbehinderte Personen aus den Gondeln abseilen.

Die Rettungsaktion dauerte drei Stunden. Zum Schluss waren 41 Personen unverletzt gerettet. Vereinzelt wurden beunruhigte Personen von der Notfallseelsorge betreut. Lediglich eine Person war stark verängstigt und wurde über eine halbe Stunde von einem Höhenretter betreut, bis sie abgeseilt werden konnte. Mit einer Drohne wurden abschließend alle Gondeln überprüft. Der Einsatz für die 86 größtenteils ehrenamtlichen Einsatzkräfte war um 22:30 Uhr beendet.

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