Wiesbadener Gastronomen beleben Traditionslokal wieder

Jahrelang stand das „Restaurant M“ in der Taunusstraße leer. Nun haben zwei Wiesbadener Gastronomen dem Lokal neues Leben eingehaucht. Doch bis zur Eröffnung war es ein langer und harter Weg.

Wiesbadener Gastronomen beleben Traditionslokal wieder

Nico Striebe ist erleichtert. Monatelang wartete der Gastronom vergeblich darauf, ein Wiesbadener Traditionsrestaurant neu zu beleben. Mitte Juni hat es geklappt: Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Mani Sheini hat er das „Restaurant M“ in der Taunusstraße 49 wieder an den Start gebracht. Nun trägt es jedoch den Namen „Das Manico“. Zusammengesetzt ist der neue Restaurantname aus den Vornamen der beiden Betreiber: Mani und Nico.

Im Juni 2020 mussten beide einsehen, dass ihre bisherigen Jobs in der Gastroszene akut in Gefahr sind. Zu sehr hatte die Corona-Krise die beiden Betriebe getroffen, in denen sie angestellt waren. „Wir haben den Entschluss gefasst, uns selbstständig zu machen“, erinnert sich Nico Striebe. Als ihnen das zum damaligen Zeitpunkt sieben Jahre leerstehende „Restaurant M“ in der Taunusstraße angeboten wurde, schlugen die Gastronomen zu. Trotz vieler anstehender Arbeiten in den Restaurant- und Küchenräumen blieben Striebe und Sheini optimistisch und planten, „Das Manico“ Anfang Dezember 2020 zu eröffnen. Doch daraus wurde nichts.

„Nach dem ersten Lockdown dachten wir: Sowas wird es nicht mehr geben. Zumindest nicht in der Form wie im Frühjahr 2020. Doch dann mussten wir die Eröffnung immer weiter verschieben“, sagt Nico Striebe. Das Glück des Gastro-Duos war es, dass beide vorsichtig kalkulierten. So planten sie zumindest bis in den Februar 2021 mit Zurückhaltung unter den Wiesbadener Gastro-Fans. „Am Ende haben unsere Sicherheiten sogar ziemlich genau bis zur Eröffnung im Juni ausgereicht“, so Striebe erleichtert.

Fine Dining zu fairen Preisen

Seit dem 18. Juni sind die Gastronomen mit ihrem Fine Dining-Konzept am Start. Gehobene Küche erwartet die Gäste in neuen „Restaurant M“. Vom Klassiker wie dem „Wiener Schnitzel“ bis hin zu asiatisch Inspiriertem sind unterschiedlichste Gerichte und Interpretationen auf der Karte vertreten. Gleichzeitig soll das Essen bezahlbar bleiben, verspricht Striebe. So gibt es mittags auch eine Bistrokarte mit schnellen Gerichten für 8 bis 16 Euro – zum Beispiel Caesar Salad oder ein eigens kreierter Burger. Der Anspruch bleibt aber auch beim raschen Mittagessen bestehen: „Unsere Gäste werden immer ordentliche Tischdecken und Stoffservietten vorfinden. Wir sagen: Unser Restaurant soll wie ein Wohnzimmer für die Gäste sein. Schön, aber nicht steril“, so Striebe.

Und dann ist da noch eine Anekdote, die die Gastronomen mit dem ehemaligen „Restaurant M“ verbindet. Küchenchef Mani Sheini begann dort seine Gastro-Karriere in Deutschland vor mehr als 15 Jahren. Damals noch als Tellerwäscher. Nun ist er mit seinem Geschäftspartner der Chef des Restaurants.

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