Stadt sucht im Wellritztal nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Vorbereitung für Umbauarbeiten

Stadt sucht im Wellritztal nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Die Stadt arbeitet aktuell an der Renaturierung des Wellritzbachs. Im Zuge der naturnahen Umgestaltung wird das Wellritztal derzeit auch auf Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht.

Der alte Bachlauf, der seit Jahren in einer Betonrinne verläuft, soll nach Abschluss der Untersuchungen in ein neues, begrüntes Bachbett in der Talmitte umgeleitet werden. Das Gelände in den Auenbereichen wird neu angelegt und bepflanzt. Brücken, Bänke und zwei neue Wege sollen den Landschaftspark Wellritztal ab Ende des Jahres dann wieder für Spaziergänger attraktiver machen.

„Die umfangreichen Erdarbeiten im Tal überbrücken wir mit der Anlage einer Blühwiese als Bienenweide seitlich der Baustelle“, erklärt Umweltamtsleiterin Jutta Braun. „Wie sich der Bach und seine Aue in einigen Jahren entwickelt haben werden, kann man schon heute eindrücklich im mittleren Wellritztal sehen.“

Denn schon 2005 wurde der ans untere Wellritztal anschließende Gewässerabschnitt in einem Pilotprojekt der Stadt und der Hochschule RheinMain renaturiert. Bachforelle und Neunauge, aber auch einige Libellenarten sind dort mittlerweile heimisch geworden.

Diese positiven Auswirkungen erhofft sich die Stadt auch von der Renaturierung des Wellritzbachs: „Die naturnahe Gestaltung des Baches fördert die Entwicklung einer verloren gegangenen gewässertypischen Tier- und Pflanzenwelt und leistet damit einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt vor Ort“, sagt Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne).

Hintergrund

Die Renaturierung des Bachs ist Teil des Progamms zur Umseztung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 900.000 Euro. Mit rund 630.000 Euro fördert das Land Hessen die Umgestaltung aus dem Programm „Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“. Den Rest zahlt die Stadt.

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