Terrorverdacht in Wiesbaden: Wohnung durchsucht

Hessenweit wurden Wohnungen durchsucht.

Terrorverdacht in Wiesbaden: Wohnung durchsucht

Am Mittwochmorgen (20. Oktober) wurden hessenweit mehrere Wohnungen durchsucht. Den Männern und Frauen wird unter anderem Volksverhetzung vorgeworfen. Gegen einen 57-jährigen Wiesbadener wird zudem wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Auch seine Wohnung durchsuchten die Beamten. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

Acht Wohnungen wurden in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Darmstadt-Dieburg, Kassel und im Odenwaldkreis im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren durchsucht. Die Tatverdächtigen: neun Männer und Frauen zwischen 14 und 54 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen zu verwenden, Volksverhetzung sowie kinderpornographische Inhalte zu verbreiten. Alle Beschuldigten sind deutsche Staatsangehörige.

Festgenommen wurde niemand, die Beamten konnten jedoch mehrere Speichermedien als Beweismittel sicherstellen.

Den Einsatz leitete das Hessische Landeskriminalamt, beteiligt waren die Polizeipräsidien Nordhessen, Mittelhessen, Südhessen sowie Westhessen.

Die hessische Polizei geht nach Angaben des Landeskriminalamts seit zwei Jahren gezielt gegen die rechtsextremistische Szene vor und hat den „Druck auf rechte Straftäter erhöht“. Das gesamte rechte Personenpotenzial in Hessen werde geprüft, Szene-Treffpunkte aufgeklärt und überwacht. Seit Juli 2019 konnten so rund 1200 Kontrollmaßnahmen und 1500 Gegenstände sichergestellt werden.

Logo