Die Stadt Wiesbaden zieht nach den ersten Wochen der Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke eine positive Zwischenbilanz. Demnach funktioniere der Schienenersatzverkehr mit Bussen bislang zuverlässig und die bereitgestellten Kapazitäten reichten aus. WiesbadenStadtführer
Die Zahl der Beschwerden bei der Stadt sei gering. Die umfangreiche Vorbereitung durch die DB InfraGO greife und werde mit hoher Professionalität umgesetzt, so die Beobachtung der Stadtverwaltung. „Eine Vollsperrung dieser Größenordnung ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Umso bemerkenswerter ist, wie zuverlässig der Ersatzverkehr bislang funktioniert“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne).
Bei der Korridorsanierung modernisiert die DB InfraGO die rund 160 Kilometer lange Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden (wir berichteten). Während der mehrmonatigen Vollsperrung werden Gleise, Weichen, Oberleitungen und Brücken erneuert sowie Bahnhöfe modernisiert, darunter auch die in Schierstein und Biebrich. Rund 1,6 Milliarden Euro werden in die Sanierung investiert, um die Strecke zuverlässiger zu machen.
Positive Effekte für die RB10
Für Fahrgäste auf der Verbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt gibt es laut Stadt positive Begleiteffekte. Der Betrieb der Regionalbahnlinie RB10 laufe deutlich stabiler, da sich Verspätungen aus dem gesperrten Abschnitt nicht mehr übertragen. Gleichzeitig konnte das Platzangebot erhöht werden, weil durch die Sperrung zusätzliche Fahrzeuge zur Verfügung stehen.