Wie geht es mit der City-Passage weiter?

Früher Einkaufszentrum, heute Lost Place - die City-Passage zwischen Kirchgasse und Schwalbacher Straße steht seit Jahren leer. Nach mehreren Verhandlungen, startet die Stadt jetzt ein neues Vergabeverfahren, um endlich einen neuen Käufer zu finden.

Wie geht es mit der City-Passage weiter?

Schon seit Jahren steht die „City-Passage“ mitten in der Wiesbadener Fußgängerzone leer und zerfällt von Jahr zu Jahr mehr. Nach Jahren, in denen an einem neuen Konzept für das ehemalige Einkaufszentrum gearbeitet wurde, gab es im Sommer 2019 eigentlich einen Lichtblick. Nach vielen Verhandlungen einigte sich die Stadtverordnetenversammlung darauf, das Gebäude an den Düsseldorfer Investor „Development Partner“ (DP) zu verkaufen.

Pläne von Stadt und Investor sahen vor, die bestehende City-Passage komplett abzureißen und durch ein offenes Stadtzentrum mit dem Namen „Quartier Fünfgassen“ zu ersetzen. Auf insgesamt 23.000 Quadratmetern und bis zu sechs Stockwerken sollten Wohnungen, Läden, Restaurants und ein Hotel entstehen. Es kam allerdings nie zur abschließenden Vertragsunterzeichnung zwischen Stadt und DP, sodass ein Zweitbieter für die Passage ins Rennen kam - doch auch diese Verhandlungen fanden aus „wirtschaftlichen und vergaberechtlichen Gründen“ keinen Abschluss.

Neues Vergabeverfahren startet

Die Stadt startet deshalb am heutigen Montag (3. Mai) ein neues EU-Vergabeverfahren. „Die zeitnahe Umsetzung eines Nachfolgeprojektes für die City-Passage ist eines der zentralen Kernelemente zur Erhöhung der Attraktivität und Belebung der Wiesbadener Fußgängerzone“, sagt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der zuständigen WVV Wiesbaden Holding GmbH Gert-Uwe Mende (SPD) dazu. Dabei gibt es einige Eckpunkte, die der Käufer beachten muss.

So muss er die City-Passage wie im vorgelegten Konzept vereinbart bebauen und sanieren. Er verpflichtet sich zum Beispiel dazu, das Erdgeschoss an Einzelhändler und Gastronomien zu vermieten. Außerdem sichert sich die Stadt ihren Einfluss durch Rücktrittsrechte und Vertragsstrafen. Baut der neue Käufer nicht fristgerecht, fällt der Komplex wieder zurück an die Stadt.

Mit einem Abschluss der ersten Stufe des Vergabeverfahrens rechnet die WVV bis Ende Juni. Je nachdem, wie das Angebot aussieht, könnten dann ab September die konkreten Verhandlungen starten.

Logo