So geht es am Walhalla weiter

2026 soll das Walhalla wiedereröffnet werden - vieles ist aber noch unklar. Deshalb soll sich jetzt eine Steuerungsgruppe mit der Sanierung und der späteren Nutzung des Gebäudes beschäftigen.

So geht es am Walhalla weiter

Seit 2017 stehen die vom Walhalla e.V. genutzten Räume des ehemaligen „Specialitätentheaters“ in der Innenstadt leer. Anfang des Jahres war dann nach einem langen Dornröschenschlaf klar: 2024 soll das marode Gebäude saniert und zwei Jahre später wiedereröffnet werden. Fest stand zwar damals schon, dass das Gebäude wieder kulturell genutzt werden soll, wie genau sollte aber noch geklärt werden. Jetzt will die Stadt einen weiteren Schritt in Richtung Walhalla-Wiedereröffnung gehen.

Der Magistrat hat am heutigen Dienstag eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die sich mit den weiteren Schritten der Sanierung beschäftigen soll. „Damit wird ein Gremium geschaffen, um die baulichen Fragen und die Konzepte für künftige kulturelle Nutzungen unter intensiver Einbindung der Kulturszene, des Ortsbeirats, der Verwaltung und der städtischen Gesellschafen zügig zu behandeln“, sagt Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) dazu. Die lange Hängepartie rund um das Projekt soll beendet und ein klarer Plan entwickelt werden. „Wir wollen das herausragende Denkmal sanieren und einen einzigartigen Kulturort in Wiesbaden schaffen. Zugleich wird damit auch viel für die Belebung der Innenstadt getan.“

Die Steuerungsgruppe setzt sich aus Vertretern des Kulturbeirates, der Politik, der Bauherrin (WVV), den Planern (SEG), dem Denkmalschutz, dem Kulturdezernat und dem Kulturamt zusammen. Die schon zuvor erarbeiteten Vorschläge sollen in die Arbeit der Gruppe einfließen. „Mir ist bewusst, dass die Steuerungsgruppe eine schwere Aufgabe hat. Nur ein partnerschaftliches Vorgehen mit allen Beteiligten verspricht tragfähige Lösungen, um zeitnah mit der Sanierung zu beginnen und ein Nutzungskonzept zu erstellen“, so der Oberbürgermeister.

Das letzte Wort in allen Fragen habe aber wie immer die Stadtverordnetenversammlung. „Wir reden von einem Großprojekt, das auch entsprechende Mittel erfordert“, sagt Mende. Erstes Etappenziel sei es, möglichst bald eine Grundsatzvorlage zu erstellen, die den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt werden kann.

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