Schlägereien bei Gratis-Konzert im Schlachthof

Zwei Fälle von Körperverletzung nach Rap-Show

Schlägereien bei Gratis-Konzert im Schlachthof

Bei einem kostenlosen Konzert des Wiesbadener Rappers Eno im Schlachthof ist es am Dienstagabend zu zwei Schlägereien gekommen. Dabei wurden zwei Personen verletzt, eine von ihnen musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der erste Vorfall gegen 18:20 Uhr in der großen Halle des Schlachthofs. Eine 21-Jährige beobachtete einen Streit zwischen zwei Konzertbesuchern direkt vor der Bühne. In diese Diskussion wurden nach und nach immer mehr Gäste verwickelt und auch die 21-Jährige konnte sich der aufkommenden Rangelei nicht entziehen. Dabei bekam sie einen Schlag mit einem Handballen ins Gesicht ab und wurde verletzt.

Die 21-Jährige musste anschließend ärztlich behandelt werden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Täterin beschreibt sie als etwa 1,75 Meter groß und zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie habe dunkle Haare und mehrere Ohrringe am rechten Ohr gehabt. Sie war in Begleitung von zwei Männern und vier Kindern.

Als das Konzert schon lange vorbei war, ereignete sich in der Murnaustraße gegen 23 Uhr ein weiterer Angriff. Ein 14-Jähriger, der zuvor die Rap-Show besucht hatte, wurde von mehreren, augenscheinlich jugendlichen Tätern, abgepasst und niedergeschlagen. Als er am Boden lag, traten mindestens zwei weitere Angreifer auf ihn ein. Erst als Passanten auf die Szenerie aufmerksam wurden und einschritten, ließen die Täter von ihrem Opfer ab und flüchteten.

Einen der Täter beschreibt der 14-Jährige als „südländisch“ aussehend und zwischen 15 und 16 Jahre alt. Er sei rund 1,75 Meter groß und mit einer Mütze bekleidet gewesen, unter der die Haare vor der Stirn zu sehen gewesen seien. Außerdem habe er einen blauen Gips mit Metallschiene am Arm getragen. Ein weiterer, ebenfalls „südländisch“ aussehender Täter sei zwischen 14 und 15 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß gewesen und habe „Haare bis ins Gesicht“ gehabt. Er sei mit einem roten Trainingsanzug und einen grauen Kapuzenpullover bekleidet gewesen. Außerdem wurde sein Gang als „auffällig schlurfend“ beschrieben. Zu den übrigen Angreifern liegen keine Hinweise vor.

Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen und Hinweisgeber, sich unter der Rufnummer (0611) 345-2140 oder der (0611) 345-0 zu melden. (lp)

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