Wiesbaden ist eine der staureichsten Städte Deutschlands

Nur in Hamburg und Berlin stehen Autofahrer länger im Stau

Wiesbaden ist eine der staureichsten Städte Deutschlands

Autofahrer in Wiesbaden stehen immer länger im Stau. Das ist das Ergebnis einer Studie des Navigationsgeräteherstellers „Tomtom.“ Die hessische Landeshauptstadt ist nach Berlin und Hamburg damit eine der staureichsten Städte Deutschlands.

Anstieg um acht Prozent

Tomtom hatte die Entwicklung des Straßenverkehrs in den 26 größten Städten Deutschlands untersucht, darunter auch Wiesbaden. Grundlage dafür waren Fahrten auf innerstädtischen Straßen, Ein- und Ausfallstraßen sowie Ringstraßen und Autobahnen. Laut der Studie haben sich Autofahrten in Wiesbaden in 2019 im Schnitt durch Staus um 32 Prozent verlängert. Im morgendlichen Abendverkehr sei eine Verlängerung von 50 Prozent festzustellen, abends sogar um 61 Prozent. Vergleicht man die Werte mit denen aus 2018, stellt die Studie einen Anstieg von 8 Prozent fest — so viel wie in keiner anderen untersuchten Stadt.

Im deutschlandweiten Vergleich landet Wiesbaden damit auf Rang drei der staureichsten Städte, nur die Millionenstädte Hamburg und Berlin verzeichneten mehr Stau. Die Hauptursache für den Stau in den Großstädten sei, dass nach wie vor in vielen Regionen das Auto das beliebteste Fortbewegungsmittel darstellt. Die Zahl der zugelassenen Pkw sei 2019 um eine halbe Millionen Fahrzeuge erneut angestiegen. „Im Gegensatz zu der Anzahl der Fahrzeuge, die immer weiterwächst, ist es bei der bestehenden Infrastruktur kaum mehr möglich, diese sinnvoll zu erweitern“, heißt es im Ergebnis der Studie.

Die sehr starken Staus in den Morgen- und Abendzeiten würden zeigen, dass viele Pendler weiterhin vorrangig das Auto benutzen und alternative Verkehrsangebote verschmähen. Laut Tomtom würden die Zahlen zeigen, dass eine Verkehrswende in deutschen Städten dringend nötig sei. Dazu seien mehrere Maßnahmen nötig, wie beispielsweise, neue Angebote zu schaffen. Als positives Beispiel nennt die Studie hier Augsburg, welche in Teilen der Innenstadt kostenlosen Nahverkehr anbietet. Alternative Verkehrsträger müssten gefördert werden. Dazu schlägt Tomtom eine Parkraumbewirtschaftung, wie etwa in Amsterdam vor. (ms)

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