Studie: Wiesbaden versinkt im Stau

Fast täglich längere Fahrtzeiten auf vollen Straßen

Studie: Wiesbaden versinkt im Stau

Wiesbaden ist eine der von Stau geplagtesten Städte Deutschlands. In einem Stau-Ranking des Navigationsgeräteherstellers TomTom schafft es die Stadt auf Platz 11 von 25 deutschen Großstädten. Durchschnittlich braucht man in Wiesbaden demnach wegen Staus fast eine Viertelstunde länger um von A nach B zu kommen. Auf Platz 1 und 2 liegen Hamburg und Berlin mit rund 20 Minuten mehr Fahrtzeit.

Verantwortlich für die Platzierung scheint vor allem der Berufsverkehr in der Innenstadt zu sein. So müssen Autofahrer bei einer eigentlichen Fahrzeit von 30 Minuten zwischen 7 und 8 Uhr morgens rund 13 Minuten mehr einrechnen. Gegen 16 Uhr brauchen Pendler rund 17 Minuten länger. Die Autobahnen rund um Wiesbaden sind dabei laut der Statistik aber weniger betroffen, als die Innenstadt. Dort müssen Autofahrer durchschnittlich mit rund 10 Minuten Verzögerung rechnen.

Eine positive Nachricht gibt es aber: Im Vergleich zum Vorjahr müssen die Wiesbadener insgesamt 5% weniger im Stau stehen.

Hintergrund

Die Daten, die 2018 für das bundes- und weltweite Ranking erhoben wurden, stammen aus Navigationsgeräten und aus anderen Quellen wie der Navigationssoftware auf iPhones. Damit wird zwar nicht jedes Auto erfasst, die Menge der gesammelten Daten reiche aber laut TomTom, um die Staulage in den Städten gut abzubilden.

Die Platzierung hängt dabei jeweils vom Staulevel ab. TomTom gibt hierfür die zusätzliche Reisezeit in Prozent an. Beträgt das Staulevel wie in Wiesbaden beispielsweise 24 Prozent auf einer Strecke, für die man ohne Stau 60 Minuten braucht, erhöht sich die Fahrzeit auf fast 75 Minuten. Im weltweiten Vergleich liegt Wiesbaden auf Platz 188 von 405 ausgewerteten Städten. (nl)

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