Hessen Mobil wird Ende 2025 damit beginnen, die Radweg-Lücke entlang der B42 bei Rüdesheim zu schließen. Das teilt die Verkehrsbehörde mit. Mit dem Bau wird ein rund 65 Kilometer langer Abschnitt des Rhein-Radweges zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz fertiggestellt.
Bei dem geplanten Lückenschluss handelt es sich um ein etwas mehr als 300 Meter langes Teilstück am nördlichen Stadtausgang von Rüdesheim. Es soll Radfahrern eine durchgehende und sichere Verbindung in der Welterbe-Landschaft ermöglichen. Bisher müssen sie sich diesen Abschnitt mit dem Autoverkehr teilen. Nach Abschluss der Arbeiten kann auch die derzeit geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h wieder aufgehoben werden.
Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) betonte: „Der Lückenschluss des Rhein-Radweges wird eine sichere Verbindung nach Rüdesheim ermöglichen. Mithilfe der geplanten Bedarfsampel können Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger künftig die B42 sicher in Richtung Bahngleise queren.“ Dank des Engagements von Hessen Mobil könne die Maßnahme noch vor der „Generalsanierung Rechte Rheinseite“ umgesetzt werden. „Das ist eine gute Nachricht sowohl für die Fahrradfahrer als auch für den motorisierten Verkehr, die sich die B42 dann nicht mehr teilen müssen“, so der Minister.
Bauarbeiten in drei Phasen bis Mitte 2026
Die Bauarbeiten sind in drei Abschnitte unterteilt, um die Belastungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. In der ersten Bauphase 2025/2026 finden die Arbeiten rund um das Bahngleis statt. Im Februar 2026 folgt die zweite Phase mit einer halbseitigen Sperrung der B42.
In der dritten Phase, die bis Ende Juni 2026 andauern soll, wird es ebenfalls halbseitige Sperrungen geben. Der Verkehr auf der B42 soll dann über eine Ampelregelung in beide Richtungen befahrbar bleiben. Das Projekt ist so geplant, dass es vor der Generalsanierung der rechten Rheinseite durch die Deutsche Bahn ab Juli 2026 abgeschlossen ist. Nach Abschluss der Sanierung wird die provisorische Ampel durch eine feste Anlage ersetzt.