Mordprozess in Wiesbaden: Mann soll 81-Jährige erstochen haben

Ein 49-Jähriger steht in Wiesbaden vor Gericht. Er soll eine 81-jährige Frau mit einem Messer getötet haben. Die Tatwaffe wurde nie gefunden.

Mordprozess in Wiesbaden: Mann soll 81-Jährige erstochen haben

Wegen Mordes muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht in Wiesbaden verantworten. Er soll im Jahr 2023 eine 81-jährige Frau in ihrem Haus in Wiesbaden-Klarenthal getötet haben.

Wie der SWR berichtet, soll der Mann laut Anklage mehrmals und ohne Vorwarnung mit einem Küchenmesser auf die Seniorin eingestochen haben, als diese ihm die Haustür öffnete. Die Wucht der Stiche sei dabei so stark gewesen, dass das Messer zerbrach und ein Teil der Klinge im Körper der Frau stecken blieb. Die 81-Jährige verstarb noch am Tatort an ihren Verletzungen. Ihr Ehemann, der zur Tatzeit bei einem Arzt war, fand seine Frau leblos auf dem Boden, nachdem er sich mit einem Ersatzschlüssel von einer Nachbarin Zutritt zum Haus verschafft hatte.

Angeklagter war wie ein „Ziehsohn“

Zwischen dem Angeklagten und der 81-Jährigen soll ein freundschaftliches Verhältnis bestanden haben. Wie der Wiesbadener Kurier berichtet, sei der 49-Jährige eine Art „Ziehsohn“ gewesen, der in der Familie aufgewachsen sei. Kurz vor der Tat soll es jedoch zu einem Zerwürfnis zwischen dem Angeklagten und dem Ehemann des Opfers gekommen sein.

Warum der Mann auf die Frau eingestochen haben soll, ist bislang unklar. Da die Tatwaffe trotz umfangreicher Suche, bei der unter anderem das Wohngebiet des Ehepaars abgesucht wurde, bis heute nicht gefunden wurde, handelt es sich um einen Indizienprozess. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte voll schuldfähig ist und rechnet mit einem langen Prozess.