Betrunken auf dem E-Roller: Diese Strafen drohen

Erst kürzlich hat die Wiesbadener Polizei drei betrunkene Männer auf E-Rollern erwischt. Auf Facebook warnt sie nun davor, alkoholisiert auf die Scooter zu steigen. Denn angetrunkenen Fahrern drohen empfindliche Strafen.

Betrunken auf dem E-Roller: Diese Strafen drohen

„Don’t drink and roll“ - mit diesem Spruch macht die Wiesbadener Polizei aktuell via Facebook auf die Promillegrenze beim E-Roller-Fahren aufmerksam. Denn: Immer wieder fahren Nutzer angetrunken auf den Rollern durch die Stadt. Was viele von ihnen nicht wissen: Für E-Scooter gilt der selbe Grenzwert wie beim Autofahren.

Anlass für den Post der Polizei war eine Kontrolle von 1. November. Kurz nach Mitternacht wurden Beamte auf drei Männer aufmerksam, die mit E-Scootern aus der Fußgängerzone in Richtung Bahnhofsstraße unterwegs waren. Weil die Männer unsicher fuhren, entschieden sich die Polizisten, sie zu kontrollieren.

„Der Verdacht bestätigte sich leider nach den freiwilligen Atemalkoholtests“, schreibt die Polizei. „Alle drei Fahrer standen unter Alkoholeinfluss.“ Und: Mit Werten zwischen 1,1 und 2,2 Promille lagen sie deutlich über der Promillegrenze von 0,5. Für die drei Männer bedeutete das: E-Scooter stehen lassen und zur Blutentnahme auf das Polizeirevier. Auch ihre Führerscheine wurden sichergestellt.

Diese Strafen drohen betrunkenen Roller-Fahrern

Aber welche Strafen erwarten Wiesbadener, die sich betrunken auf den E-Roller stellen? Die Regeln sind dieselben wie für Autofahrer. „Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid“, schreibt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) auf seiner Website. In der Regel seien das 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.

Keine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat liege dagegen vor, wenn der Fahrer trotz einem Blutalkoholwert von mindestens 1,1 Promille mit dem E-Roller unterwegs ist. „Von einer Straftat kann aber auch schon ab 0,3 Promille die Rede sein, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt“, so der ADAC. Dann fällt die Strafe je nach Situation deutlich härter aus. Für Fahrer unter 21 und Fahranfänger liegt die Grenze laut ADAC bei 0,0 Promille.

Die Wiesbadener Polizei macht deshalb nochmal klar: „Ja, wir kontrollieren auch FahrerInnen von E-Scootern!“ Sie appelliert an die Vernunft der Rollerfahrer: „Wenn ihr getrunken habt, lasst die Roller bitte stehen. Ihr riskiert euren Führerschein und eine Strafe.“ (nl)

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