Paukenschlag: Sechs Wiesbadener Stadträte in erster Runde abgewählt

Die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung hat sechs Dezernenten abgewählt. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, und einige könnten doch noch im Amt bleiben.

Paukenschlag: Sechs Wiesbadener Stadträte in erster Runde abgewählt

In einer emotionalen Sitzung hat die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung am Montagabend mehrheitlich sechs hauptamtliche Stadträte abberufen. Das berichtet der Wiesbadener Kurier.

Betroffen von der Abwahl seien Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Grüne), Kämmerer und Kulturdezernent Hendrik Schmehl (SPD) sowie Bau- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Ebenfalls abgewählt worden seien die Dezernentinnen Milena Löbcke (Linke), Patricia Becher (SPD) und Maral Koohestanian (Volt). Die Abstimmung sei der erste von zwei notwendigen Schritten zur Abwahl.

Hintergrund der Abberufung ist eine mögliche neue Regierungskoalition in Wiesbaden. Demnach könnten CDU, Grüne, Volt und FDP unter dem Namen „Maracuja“ das bisherige Bündnis aus Grünen, SPD, Linke und Volt ablösen. Ein zentraler Punkt der laufenden Koalitionsverhandlungen sei die Verteilung der Dezernentenposten.

Endgültige Entscheidung fällt im September

Trotz des Abstimmungsergebnisses bestehe weiterhin die Möglichkeit, dass einzelne Dezernenten im Amt bleiben könnten, so die Zeitung. Dies betreffe voraussichtlich die Stadträte der Grünen und von Volt, da diese Parteien Teil des neuen „Maracuja-Bündnisses“ wären.

Sollte sich die neue Koalition dafür entscheiden, Christiane Hinninger, Andreas Kowol oder Maral Koohestanian im Magistrat halten zu wollen, könne sie im September auf eine zweite, für die Abwahl erforderliche Abstimmung verzichten, so das Blatt. In diesem Fall wären die Ergebnisse der ersten Abwahl für die betreffenden Personen hinfällig.