Was Jan Böhmermann über Wiesbaden denkt

Fernab von den Augen der Öffentlichkeit besuchte Satiriker und Moderator Jan Böhmermann vor Kurzem die Stadt Wiesbaden. Warum er in der Stadt war und wie ihm der Besuch gefallen hat, verriet er in seinem Podcast „Fest und Flauschig“.

Was Jan Böhmermann über Wiesbaden denkt

In ihrem Podcast „Fest und Flauschig“ plaudern Moderator und Satiriker Jan Böhmermann und der Musiker Olli Schulz jeden Sonntag über so ziemlich alles, was die Welt und die beiden gerade bewegt. In der aktuellen Ausgabe ihrer Sendung kommen die beiden Entertainer gegen Ende auch auf die Stadt Wiesbaden zu sprechen.

„Es war ein schönes Erlebnis und ich möchte auf jeden Fall jetzt mal lieb Wiesbaden grüßen.“ - Jan Böhmermann

„Ich wollte noch kurz von meinem Wiesbaden-Besuch erzählen“, sagt Böhmermann aus dem Nichts heraus. Er sei bislang immer nur in Mainz und Frankfurt gewesen und habe von Wiesbaden bislang immer nur das Wiesbadener Kreuz wahrgenommen. „Ich habe einen kleinen Roadtrip gemacht und bin einfach mal nach Wiesbaden gefahren. Es war ein schönes Erlebnis und ich möchte auf jeden Fall jetzt mal lieb Wiesbaden grüßen“, sagt der Moderator.

Eine schöne Stadt

Die Stadt sei schön und habe ihm gut gefallen, sagt Böhmermann. Gewundert habe er sich nur über die Lage des Hauptbahnhofs: „Ich hab mich nur gefragt: Wie sah das früher vor dem Krieg um den Bahnhof aus? Es wirkte so, als wäre man früher im Hauptbahnhof ausgestiegen und war direkt in einem gigantischen Park. Alles um den Hauptbahnhof ist leer und offen - war das schon immer so ein Bahnhof im Grünen? Musste man immer eine Dreiviertelstunde laufen, bis man am Kurhaus war?“, erzählt er von seinem Besuch.

„Ich mag Wiesbaden sehr gerne.“ - Olli Schulz

Sein Mit-Moderator Olli Schulz stand als Musiker schon öfter in Wiesbaden auf der Bühne (wir berichteten). Auch er zeigte sich durchaus angetan von der Stadt, kann die Fragen seines Kollegen aber gut nachvollziehen: „Ich spiele immer im Schlachthof in Wiesbaden und da muss man auch erst durch so Parkanlagen, bis man in die Stadt kommt. Ich mag das aber sehr gerne, Wiesbaden.“ Auch die Konzerte hier seien immer gut gewesen. Schulz gefällt, dass Wiesbaden eher eine „Underdog-Stadt“ und nie durch unangenehme Dinge in den Vordergrund getreten sei.

Wiesbaden und die US-Armee

Der Grund für den Böhmermann-Besuch war wohl die Netflix-Doku-Serie „The Staircase“, in der auch ein in Wiesbaden stationierter Soldat eine Rolle spielt. „Ich wusste das gar nicht: Wenn ein amerikanischer Soldat, der in Deutschland stationiert ist, ein Verbrechen begeht, dann ermittelt nicht die deutsche, sondern die amerikanische Militärpolizei“, sagt Böhmermann. Den Wiesbadenern sind die Streifenwagen der Military-Police bekannt, der Satiriker hingegen war fasziniert von der Tatsache, dass die Polizei der Army in der Stadt auch Streife fährt.

„Angeblich arbeiten sie Hand in Hand mit der deutschen Polizei. Aber ich glaube, das überlassen die schön den Amerikanern, sollen die sich doch damit abrackern“, sagt Böhmermann und lacht. „Das fand ich jedenfalls ganz spannend. Die sind dafür zuständig, die Amerikaner einzusammeln.“

„Wiesbaden ist wie ‘ne Lavalampe: guckt man sich gerne an, wird aber auch schnell langweilig.“ - Olli Schulz

„Aber Wiesbaden ist auch echt eine gute Stadt. Eine unauffällige Stadt, trotzdem immer schön, wenn man da ist. Wie ‘ne Lavalampe. Wiesbaden ist wie ‘ne Lavalampe: guckt man sich gerne an, wird aber auch schnell langweilig“, sagt Schulz zum Abschluss des Podcasts.

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