Magistrat stimmt Bau des Museums auf der Wilhelmstraße zu

Fertigstellung Anfang 2022 geplant

Magistrat stimmt Bau des Museums auf der Wilhelmstraße zu

Der Magistrat und der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr haben dem geplanten Bau des Museums Reinhard Ernst zugestimmt. Der Neubau soll nun zügig vorangetrieben werden.

Am Mittwoch, den 12 Juni, wurde bekannt, dass die Norsk-AG mit der Überwachung und Umsetzung des Bauvorhabens beauftragt wurde. Reinhard Ernst, Kunstsammler, Namensgeber und Stifter des Museums zeigte sich „erleichtert, dass unsere Vision nach langer und gründlicher Vorarbeit nunmehr konkrete Gestalt annimmt.“

Für die Gestaltung des Museums hat Ernst seinen Freund Fumihiko Maki, einen der international bedeutendsten Architekten, der schon mehrere Museen entworfen hat, gewinnen können. Der 1928 geborene Japaner hat für seine Arbeit schon viele Auszeichnungen erhalten, dazu zählt auch der Pritzker-Preis – die weltweit größte Anerkennung für Architekten.

Startschuss so schnell wie möglich

Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler hatte knapp eine Woche danach, am 18. Juni, die Sitzungsvorlage zu dem Museum in den Magistrat eingebracht. Er möchte das Projekt nun zügig vorantreiben. „Ich bin froh dass der Startschuss für die baulichen Voraussetzungen so schnell gefallen ist und damit ein schneller Baubeginn ermöglicht wird“, so Kessler.

Geplant ist, das Museum bis Anfang 2022 an der Wilhelmstraße 1 zu errichten. Das Haus wird eine Gesamtfläche von über 8000 Quadratmeter haben und circa 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche beherbergen. Das Gebäude wird vier Stockwerke haben und unterkellert sein. Außerdem werden 18 Stellplätze geschaffen, die von der Rheinstraße aus angefahren werden können. Der Besuchereingang zum Museum wird sich an der Wilhelmstraße befinden. Hinter dem Museum soll ein weiteres Gebäude entstehen, in dem Trafo, Garage und Müllraum untergebracht werden.

Außerdem wird es — neben dem Museum mit seinen Dauer- und Wechselausstellungen — auch einen Museumsshop, einen Vortragsraum und ein Restaurant mit Außenfläche geben. Dieses soll auch außerhalb der Öffnungszeiten des Museums geöffnet sein. Ein externen Betreiber wird den Betrieb übernehmen. Wer genau dort einzieht, steht noch nicht fest. In dem Vortragsraum sollen in erster Linie Vorträge mit Kunsthintergrund gehalten werden. Dort können aber auch Events wie Vernissagen, Empfänge und Konzerte stattfinden.

Über das Museum

Das Museum richtet sich in erster Linie an das lokale und regionale Publikum. Außerdem sollen die organisierten Städtereisenden sowie Kongressbesucher, die sich in Wiesbaden aufhalten, angesprochen werden. Aktuell wird mit 20.000 Besuchern pro Jahr gerechnet.

Neben Leihgaben von Museen und Sammlungen aus aller Welt bildet die Sammlung Reinhard Ernst mit über 700 Gemälden und Skulpturen den Grundstock der künftigen Ausstellungen. Schwerpunkte der Sammlung sind ausschließlich abstrakte deutsche und europäische Nachkriegskunst, abstrakte japanische Kunst (vornehmlich der „Gutai-Gruppe“) und abstrakter amerikanischer Expressionismus. (js)

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