Bürgermeister will Gastro-Stände auf den Mauritiusplatz bringen

Weil die „Winterstubb“ zum Sternschnuppenmarkt Leben auf den Mauritiusplatz bringt, fordert Bürgermeister Oliver Franz, ein ähnliches Konzept auch in den Sommermonaten zu etablieren. Geplant ist eine Mischung aus Gastronomie und Unterhaltung.

Bürgermeister will Gastro-Stände auf den Mauritiusplatz bringen

Der Mauritiusplatz strahlt in diesen Tagen wieder ganz besonders schön. Der Duft von Glühwein, deftigem Essen und süßen Naschereien liegt in der Luft, die Wiesbadener stehen gesellig beisammen und das Riesenrad dreht seine Runden. Auch lange nach Einbruch der Dunkelheit trifft man sich an der „Winterstubb“, die den Mauritiusplatz seit 2015 im Zuge des Sternschnuppenmarktes belebt.

Steuert man den Platz in einer Sommernacht an, wirkt er hingegen oft wie ausgestorben. Wenn die umliegenden Geschäfte schließen, lockt kaum noch etwas in den Bereich. Im Gegenteil: Viele Wiesbadener fühlen sich in der Innenstadt nachts unsicher.

Aufwertung durch Erlebnisgastronomie

Das hat auch der Wiesbadener Bürgermeister erkannt. Oliver Franz (CDU) möchte, dass der Mauritiusplatz auch im Sommer zu einem beliebten Treffpunkt wird. Dafür soll dort ein gastronomisches Konzept und ein Unterhaltungskonzept entstehen, wie Franz in einem Antrag im Ortsbeirat erklärt. „Eine ‘Bespielung’ des Platzes in der Sommerzeit hätte zum einen eine positive Auswirkung für den Einzelhandel, da die Aufenthaltsqualität der Innenstadt gesteigert werden würde. Zum anderen würde sich das Projekt auch auf das subjektive Sicherheitsempfinden auswirken“, so Franz.

Wie genau die Kombination aus Gastronomie und Unterhaltung aussehen soll, ist dabei noch offen. Die Wiesbaden Congress & Marketing GmbH rechnet mit Einnahmen von 20.000 bis 30.000 Euro im Jahr. Die Infrastruktur für einen Gastronomiebetrieb sei auf dem Mauritiusplatz bereits vorhanden. Strom und Wasser wurde im Zuge der Neugestaltung des Platzes bereits installiert.

Wie soll der Mauritiusplatz aussehen?

Franz erklärt weiter, dass sowohl einzelne Stände aber auch ein Gesamtensemble „mit einer außergewöhnlichen Eventgastronomie“ vorstellbar wären. Das Konzept solle aber an den Mauritiusplatz und seine Umgebung angepasst werden. Dabei sollen nicht beliebige Gastronomiestände aufgestellt werden, sondern ein „ästhetisches Standkonzept“ entwickelt werden. „Insbesondere die Einbindung der beiden Baumfelder mit ihren Sitzgelegenheiten soll konzeptionell bedacht werden.“

Denkbar wäre auch eine modulartige Erweiterung des Konzepts. Wenn der Mauritiusplatz und die umliegenden Geschäfte dadurch die erhoffte Belebung erfahren würden, wäre die Erweiterung eine Möglichkeit, diese Ausstrahleffekte auch für die weiteren Geschäfte in der Fußgängerzone zu erzielen.

Wenn der Magistrat den Vorschlag annimmt, könnte im Anschluss mit der Suche nach einem Betreiber in Form einer öffentlichen Ausschreibung begonnen werden. Ist der gefunden, könnte alles ganz schnell gehen: Franz plant, den Betrieb bereits zum 1. Juni 2020 beginnen zu lassen. Nach dem 31. August würden die Stände dann wieder abgebaut. Die Genehmigung würde für die Jahre 2020 bis 2024 vergeben werden. (ms)

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