Wiesbaden wird eine von sechs Pilotkommunen für die neue Deutschland-App des Bundes. Das teilt die Landeshauptstadt mit. Ziel des Projekts sei es, digitale Verwaltungsleistungen für Bürger einfacher und nutzerfreundlicher zu machen.
Außer Wiesbaden nehmen auch Dortmund, Dresden, Erfurt, Hamburg und Nürnberg an dem Pilotprojekt des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung teil. Mit der App soll getestet werden, wie Menschen künftig direkt über ihr Smartphone Anträge stellen können, zum Beispiel für die Weiterbewilligung von Kindergeld oder für Wohngeld.
Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger sagt: „Unser Ziel ist eine Verwaltung, die für die Menschen so einfach funktioniert wie ein moderner Online-Dienst: intuitiv, schnell und jederzeit erreichbar.“ Dabei soll erstmals auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen.
Wiesbaden bringt Erfahrung ein
„Dass Wiesbaden als Pilotkommune für die Deutschland-App ausgewählt wurde, ist ein starkes Signal“, sagt Maral Koohestanian, Dezernentin für Smart City. „Verwaltung soll so gestaltet werden, dass sie verständlich, erreichbar und im Alltag wirklich hilfreich ist.“ Die Erfahrungen aus der Testphase sollen direkt in die Weiterentwicklung des Prototyps einfließen.
Die Landeshauptstadt bringt nach eigenen Angaben bereits Erfahrungen aus eigenen Digitalisierungsprojekten in die Pilotphase ein. So sei Wiesbaden die erste Behörde in Deutschland gewesen, die eine Online-Anmeldung zur Eheschließung ermöglichte. Auch die Online-Meldung am Wohnsitz mit Video-Identifikation sei hier früh umgesetzt worden.
Testphase mit begrenztem Zugang
Der erste Prototyp der App steht laut Mitteilung kurz vor der Fertigstellung und soll dann in der Praxis getestet werden. Dabei handelt es sich aber noch nicht um ein fertiges Produkt. Die App wird zunächst nur einem kleinen Kreis von Testpersonen zur Verfügung stehen und ist noch nicht in den App-Stores erhältlich. Ein konkretes Startdatum soll später bekannt gegeben werden.