Was steckt hinter dem schaumigen Regenwasser auf Wiesbadens Straßen?

Nach langer Trockenheit hat es in den vergangenen Tagen endlich wieder geregnet - auch in Wiesbaden. Auf einigen Straßen floss dabei aber nicht nur Regenwasser, sondern auch Schaum. Ein Phänomen, das gefährlich werden kann.

Was steckt hinter dem schaumigen Regenwasser auf Wiesbadens Straßen?

„Ist hier etwas ausgelaufen?“ Diese Frage hat sich Merkurist-Leser Patrick am Donnerstag in Wiesbaden gestellt. Er war bei Regen auf der Mainzer Straße und der Biebricher Allee unterwegs — und wunderte sich in seinem Snip über das „merkwürdig schaumige Wasser“, das dort über die Straßen schwappte. Hatte hier tatsächlich jemand Seife oder Putzmittel ausgekippt?

Nein, weiß Thomas Oberst, Pressesprecher bei TÜV Süd, zu dem auch die hessischen Standorte gehören. Dass sich bei Regen hin und wieder Schaum auf den Straßen bildet, liegt an etwas anderem. „Der Schaum besteht aus einem Gemisch aus Pollen, Blütenstaub und Gummiabrieb von Reifen, das sich während einer trockenen Phase auf dem Asphalt abgelagert hat“, erklärt Oberst. „Der Regen löst diese abgelagerte Schicht auf, wobei sich an einigen Stellen auch Schaum bilden kann.“

Ein Phänomen, das gerade aktuell gehäuft auftreten kann — nicht nur, weil es momentan immer wieder über längere Zeit trocken bleibt. Laut TÜV Süd kommt es vor allem in Frühjahr und Frühsommer zur schaumigen Schicht auf den Straßen, weil dann besonders viele Pollen fliegen.

Für Verkehrsteilnehmer ist die Schaumschicht dabei nicht ungefährlich. „Der Schaum ist stellenweise extrem rutschig“, so Oberst. Autofahrer sollten deshalb sehr vorsichtig sein und einen höheren Sicherheitsabstand einhalten. „Natürlich kann der Schaum auch für Motorradfahrer und Fahrradfahrer gefährlich werden, die ihre Fahrweise darauf einstellen sollten“, so Oberst. (js)

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