Wie die Parkprobleme in Wiesbaden gelöst werden sollen

Ein neues Gremium soll dabei helfen, Parkraum in Wiesbaden nachhaltiger und effizienter zu nutzen. In Zukunft könnten so beispielsweise Supermarktparkplätze abends zum Anwohnerparken freigegeben werden.

Wie die Parkprobleme in Wiesbaden gelöst werden sollen

In zweiter Reihe, auf dem Fahrradweg, oder auf der Busspur: Wenn es ums Falschparken geht, haben die Wiesbadener schon so ziemlich alles gesehen. Weil illegales Parken in vielen Straßen auch aus Parkplatznot entsteht, hat die Stadt jetzt einen neuen Beirat ins Leben gerufen. Der Parkbeirat soll das Parken in Wiesbaden mithilfe eines Managementkonzepts besser organisieren. Damit soll sich auch die Luftqualität verbessern, denn wer weniger suchen muss, stößt auch weniger Schadstoffe aus.

„Durch ein flächendeckendes Konzept kann der Parkverkehr künftig wesentlich intelligenter gesteuert werden“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol das Vorhaben. „Unser Ziel ist es, vorhandene Parkplätze durch Mehrfachnutzung stärker auszulasten und so zum Beispiel die Situation in zugeparkten innerstädtischen Quartieren zu entschärfen.“ In Zukunft könnten also beispielsweise Parkplätze von Supermärkten abends für Anwohner freigegeben werden.

Der neue Parkbeirat kam am Donnerstag erstmals zusammen, um über das Konzept zu sprechen. Das Gremium besteht unter anderem aus Vertretern der Stadtverordnetenversammlung, der Wirtschaft, dem Einzelhandel, dem Handwerk, der Wohnungswirtschaft und sozialen Organisationen. Die Federführung für das Konzept liegt bei ESWE Verkehr. Erstellen wird es das Verkehrsplanungsbüro „LK Argus“, die Kanzlei „bbh“ und das Büro für Stadt- und Regionalentwicklung „Die Raumplaner“.

In Zukunft sollen auch alle interessierten Wiesbadener an der Planung teilhaben dürfen. Der Parkbeirat plant verschiedene Informationsveranstaltungen und Formate, bei denen sich die Wiesbadener selbst mit einbringen können. (ts)

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