Falschparker in der Moritzstraße: Stadt Wiesbaden registriert hunderte Verstöße

Merkurist-Leser berichten von Problemen mit Falschparkern in der Moritzstraße. Die Stadt plant vorerst keine strengeren Maßnahmen.

Falschparker in der Moritzstraße: Stadt Wiesbaden registriert hunderte Verstöße

Immer wieder sorgen Falschparker in der Wiesbadener Moritzstraße für Aufruhe. Wer das Apollo Kino besucht oder in dem beliebten Viertel mit dem Auto unterwegs ist, für den kann die Parkplatzsuche regelmäßig zur Geduldsprobe werden.

Merkurist-Leser Sandro stellt die Frage in seinem Snip: „Wann will die Verkehrspolizei endlich etwas gegen die Falschparker in der Moritzstraße tun?“. Auch andere Leser reagieren darauf, so kommentiert etwa Stefan: „Welche Falschparker meinen Sie? Zweite Reihe? In der Moritzstraße sehe ich aber regelmäßig Mitarbeiter der Stadtpolizei.“

Knapp 300 Verwarnungen im laufenden Jahr

Gegenüber Merkurist teilt die Pressestelle der Stadt Wiesbaden auf Anfrage mit, dass Parkverstöße keine Seltenheit seien. Bis Ende Mai dieses Jahres wurden in der Moritzstraße bereits 292 kostenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen.

Die Moritzstraße liegt in einer der 17 Bewohnerparkzonen und solle deshalb kontinuierlich von der Parkraumüberwachung kontrolliert werden. Besonders werde dabei nach eigenen Angaben der Stadt auf Busspuren, Rettungswege, Feuerwehrzufahrten, Kreuzungsbereiche und Gehwege geachtet. Wer beispielsweise in zweiter Reihe oder unerlaubt auf dem Gehweg parkt, muss derzeit mit einem Verwarnungsgeld von 55 Euro rechnen.

Kein zusätzlicher Handlungsbedarf geplant

Die Landeshauptstadt verweist auf den generell hohen Parkdruck in der Wiesbadener Innenstadt. Zusätzliche Maßnahmen sollen geprüft werden, falls sich die Situation verschärft oder Gefahrensituationen entstehen. Die Verkehrslage werde weiterhin beobachtet.

Jedoch wurden laut Pressestelle im vergangenen Jahr insgesamt sechs Beschwerden zur Parksituation in der Moritzstraße bei der Stadt registriert. Im laufenden Jahr seien bislang lediglich zwei Meldungen eingegangen. Eine steigende Tendenz sei nicht erkennbar.

Stadt setzt auf Parkhäuser und ÖPNV

Um den Parkdruck in der Innenstadt langfristig zu reduzieren, setzt die Stadt Wiesbaden auf verschiedene Maßnahmen. So wurden die Gebühren in städtischen Parkhäusern Anfang 2025 teilweise gesenkt. Registrierte Nutzer sollen zudem einen Rabatt von -10% auf die Parkgebühren erhalten. Im Bewohnerparkgebiet 5 wurden außerdem die kostenfreien Parkzeiten für Besucher bereits auf eine Stunde begrenzt, um einen häufigeren Wechsel der Stellplätze zu ermöglichen. Als Alternative verweist die Stadt auf Parkmöglichkeiten entlang der Friedrich-Ebert-Allee. Dort können Besucher ihr Fahrzeug für fünf Euro pro Tag abstellen und die Moritzstraße fußläufig erreichen.

Langfristig setze Wiesbaden außerdem auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sowie auf sichere Fuß- und Radwege. Ziel sei es, den Autoverkehr zu reduzieren und damit auch den Druck auf die knappen Parkflächen in der Innenstadt zu verringern.