Corona: Schon über 600 Wiesbadener in Quarantäne

Die Zahl der vom Coronavirus Betroffenen steigt in Wiesbaden immer weiter. Zur Eindämmung hat die Stadt jetzt mehrere Maßnahmen veranlasst.

Corona: Schon über 600 Wiesbadener in Quarantäne

609 Wiesbadener befinden sich wegen der Corona-Pandemie aktuell in Quarantäne. Das teilte die Leiterin des Gesundheitsamts, Dr. Kaschlin Butt am Freitag auf einer Pressekonferenz mit.

Demnach gibt es in Wiesbaden bisher sieben positiv auf Coronoa getestete Personen. Diese befinden sich in häuslicher Quarantäne, genauso wie 180 Personen, die mit ihnen in Kontakt waren. Weitere 172 Personen sind betroffen - sie kehrten aus Hochrisikogebieten zurück - hier stehen die Testergebnisse noch aus. Dazu gibt es aktuell 250 Verdachtsfälle aus dem erweiterten Umfeld der Betroffenen. Auch diese befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Zur Eindämmung des Virus hat die Stadt Wiesbaden daher am Freitag drei Verfügungen erlassen. Wie schon vom Land Hessen am Donnerstag angekündigt, werden alle Veranstaltungen mit über 1000 Personen untersagt. Auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Besuchern sollen möglichst nicht stattfinden. Die Verfügungen gelten vorerst bis zum 10. April. Kitas und Schulen bleiben vorerst geöffnet.

Dazu hat die Stadt Wiesbaden angeordnet, dass sich Personen, welche mit dem Virus infiziert sind, zwangsweise in häusliche Quarantäne begeben sollen. Das gilt nicht nur für positiv Getestete, sondern auch für diejenigen, welche aus einem Hochrisikogebiet nach Wiesbaden zurückkehren. Diese Personen sollen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben und es wird ihnen untersagt, öffentliche Einrichtungen wie Kitas, Pflegeeinrichtungen, Schulen oder Krankenhäuser zu betreten. Auch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wird ihnen untersagt.

Gesundheitsdezernent Oliver Franz betonte, dass die Wiesbadener Krankenhäuser gut auf weitere Coronafälle vorbereitet seien. Wer keine Symptome zeige, solle jedoch nicht die Notaufnahmen besuchen, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Personen mit Symptomen sollen sich umgehend telefonisch beim Hausarzt melden, oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anrufen. (pk)

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