Corona in Wiesbaden: Die Entwicklungen vom Freitag im Überblick

Geschlossene Restaurants, eine neue Versammlungsobergrenze und angepasste Fahrpläne. Hier lest Ihr alles, was am Freitag in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Wiesbaden passiert ist.

Corona in Wiesbaden: Die Entwicklungen vom Freitag im Überblick

962 Hessen haben sich mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert; in Wiesbaden wurden am Freitag 52 Fälle bestätigt. Damit hat sich die Zahl der Infizierten in der Stadt von Donnerstag auf Freitag erneut fast verdreifacht.

Neue Versammlungsobergrenze, Restaurants müssen schließen

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hat die Hessische Landesregierung in einer Sonderkabinettssitzung am Freitagmorgen weitere Maßnahmen beschlossen (wir berichteten). So wird die Versammlungsobergrenze ab Mitternacht von 100 Personen auf nun nur noch fünf Personen herabgesenkt. Außerdem müssen Restaurants und Gaststätten ab Samstag, 12 Uhr, schließen. Das Essen darf aber weiterhin geliefert oder abgeholt werden.

Über eine mögliche Ausgangssperre will die Landesregierung gemeinsam mit den Regierungen anderer Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag diskutieren. „Die Frage ist in der Diskussion, aber ich setze darauf, dass das wirkt was wir jetzt beschlossen haben“, so der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende appelliert an Wiesbadener

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) hat die Wiesbadener am Freitag in einen Appell darum gebeten, die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus’ einzuhalten. Auch mahnte er, keine Hamsterkäufe zu tätigen. „Jede und jeder ist im Hinblick auf die weitere Ausbreitung des Coronavirus gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Alle müssen sich ausnahmslos an die Regeln halten“, so der Oberbürgermeister. „Sie müssen es jetzt endlich für ihr Privatleben begreifen: Zuhause bleiben, Kontakte minimieren, nur dringende Angelegenheiten erledigen und das unter Einhaltung aller Regeln. Wahren Sie Abstand, halten Sie die Hygieneregeln ein“, mahnt Mende die Wiesbadener.

Weitere Änderungen im Busverkehr

Auch im öffentlichen Nahverkehr wird sich für die Wiesbadener einiges ändern. Schon seit Mittwoch, den 18. März, fahren die Buslinien von ESWE Verkehr nach dem Ferienfahrplan. Ab sofort werden zudem einige Nachtfahrten entfallen. So zum Beispiel samstags die Fahrten der Linie 6 um 0:51 Uhr, 1:21 Uhr, 1:51 Uhr, 2:21 Uhr und 3:21 Uhr ab Nordfriedhof sowie die Fahrten um 1:30 Uhr, 2 Uhr, 3 Uhr und 4 Uhr ab Mainz/Hauptbahnhof. In den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen, fallen außerdem die Abfahrten der Nightliner um 2 Uhr und um 3:30 Uhr ab der Innenstadt weg.

Auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gab am Freitag bekannt, seine Fahrpläne ab dem 23. März weiter anpassen zu wollen. Im Regionalverkehr fahren viele Linien dann auch montags bis freitags überwiegend nach dem Samstagsfahrplan. Die Linien RE3, RE4/14, RE9 und RE20 entfallen, da parallel S- oder Regionalbahnen mit häufigeren Halten angeboten werden. Auch das Nachtverkehrsangebot wird eingeschränkt. Nähere Infos erhalten die Fahrgäste auf der Webseite des RMV.

Hessen Mobil passt Arbeitsprozesse an

Der Verkehrsdienstleister Hessen Mobil reagiert ebenfalls auf die Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus. Mit einer Reihe von Sofort-Maßnahmen will das Unternehmen sicherstellen, dass die Straßen vor allem für den Lieferverkehr frei befahrbar bleiben. Zu den Maßnahmen gehören vor allem verschiedene Arbeitsumstellungen, sodass die Mitarbeiter des Unternehmens weiterarbeiten können. Die von Hessen Mobil geleiteten Bauprojekte würden nach aktuellem Stand weiter laufen, wie bisher. "Sicherlich sind wir im Baubereich von ausführenden Baufirmen abhängig. Wir stimmen uns eng mit Ihnen ab", sagt Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil. (ts)

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