Corona-Impfstoff: Biontech stellt erste Studienergebnisse vor

Milde bis moderate Impf-Reaktionen

Corona-Impfstoff: Biontech stellt erste Studienergebnisse vor

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharma-Konzern Pfizer haben am Montag erste vorläufige Ergebnisse ihrer deutschen Corona-Impfstoff-Studie vorgestellt. Diese betreffen den am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten BNT162b1. Bereits Anfang Juli waren erste positive Daten aus der US-amerikanischen Studie vorgestellt worden (wir berichteten).

Laut Biontech zeigen die Daten, dass der Impfstoff bei den Probanden dafür gesorgt hat, dass sich Antikörper gegen das Coronavirus bildeten. Die Menge der Antikörper sei abhängig von der Höhe der Dosis, die verabreicht werde. Nach Verabreichung der zweiten Dosis sei die Konzentration von RBD-bindenden Immunglobulinen (Klasse G) ebenfalls hoch. An Tag 43 der Studie war der Antikörper-Wert der geimpften Probanden 0,7-fach bis 3,2-fach höher als der Wert von Patienten, die sich von einer Covid-19-Erkrankung erholt hatten. Die genauen Ergebnisse können auf MedRxiv eingesehen werden.

Generell fielen Impf-Reaktionen mild bis moderat aus und traten nur vorübergehend auf. „Gelegentliche stärkere Nebenwirkungen (grippeähnliche Symptome und Reaktionen an der Einstichstelle) verschwanden spontan von selbst oder konnten mit einfachen Maßnahmen behandelt werden“, heißt es in der Pressemitteilung. Es seien keine schwerwiegenden Nebenwirkungen festgestellt worden, keiner der Teilnehmer habe die Studie abgebrochen. Generell weisen die Daten darauf hin, dass BNT162b1 sicher angewendet werden könnte.

An der Studie nahmen 60 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren teil. Sie wurden mit verschiedenen Dosen geimpft. Der Impfstoffkandidat ist eine in Lipid-Nanopartikel verpackte, nukleosidmodifizierte Messenger RNA, die für ein optimiertes Antigen der Rezeptor-Bindungs-Domäne (RBD) des Coronavirus codiert.

Am Montag hatte Biontech bekanntgegeben, dass das Unternehmen eine Liefervereinbarung mit Großbritannien abgeschlossen hat (wir berichteten). Sollten die klinischen Studien weiterhin so erfolgreich verlaufen, könnte die Zulassung eines Impfstoffs bereits im Oktober beantragt werden. (ab)

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