Mit etlichen Aktionen in Wiesbaden werden ab Dienstag (25. November) die „Orange Days“ begangen. Anlass ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Der Gedenktag der Vereinten Nationen soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen lenken.
Das zweite Polizeirevier in Kostheim sowie das Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Reduit werden ab Dienstag orangefarben angestrahlt. Außerdem werden die neuen Bänke des Zonta Clubs Wiesbaden feierlich eingeweiht.
Zu den Aktionen, die noch bis Freitag, 28. November, gehen, zählen außerdem die Ausstellung „The Pain of Porn – Für ein Leben frei von Gewalt“ im Foyer des Rathauses, der Film „Ein Tag ohne Frauen“ im Murnau Filmtheater sowie ein gemeinsamer Abend im Polizeirevier mit dem Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Reduit in der Kostheimer Landstraße 36.
Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen notwendig
„Trotz vieler Fortschritte bleibt der Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen notwendig und unverzichtbar – lokal wie international“, so Bürgermeisterin Christiane Hinninger. Obwohl Wiesbaden bei dem Thema „gut aufgestellt“ sei, gebe es immer noch viel zu tun. Eine Koordinierungsstelle helfe beispielsweise dabei, Schutzlücken systematisch zu erkennen und zu schließen.
So würden etwa regelmäßig Fachkräfte geschult, Beratungsangebote für Betroffene von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) geschaffen und Schutzkonzepte in stationären Wohneinrichtungen etabliert, ergänzt die Kommunale Frauenbeauftragte Saskia Veit-Prang. Zudem sei es gelungen, die besondere Gewaltbetroffenheit von Frauen in der Sexindustrie in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Hintergrund
Die UN-Kampagne „Orange the World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Die Aktionstage starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, und dauern bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Im Mittelpunkt steht laut der UN die Gewalt, die Frauen und Mädchen täglich in der Öffentlichkeit erleben: auf der Straße, am Arbeitsplatz oder in der digitalen Welt.