Neues Bestellsystem will Restaurants und Co. durch die Corona-Krise helfen

Viele Restaurants, Cafés und andere Lokale bieten einen Lieferservice an, seitdem sie wegen des Coronavirus' schließen mussten. Weil das für einige Betreiber Neuland ist, soll ihnen ein neues Bestellsystem unter die Arme greifen.

Neues Bestellsystem will Restaurants und Co. durch die Corona-Krise helfen

Als die Bundesregierung verordnete, aufgrund des Coronavirus’ alle Restaurants, Cafés und andere Lokale zu schließen, standen viele Betreiber vor einer großen Herausforderung. Sie dürfen ihr Essen jetzt nur noch zum Abholen und Liefern anbieten. Dass das für viele Gastronomen ein hoher organisatorischer Aufwand ist, ist auch den Gründern des Online-Bestellsystems foodi.de aufgefallen. Sie wollen es den Betreibern einfacher machen, Bestellungen zu bearbeiten.

Online-System statt WhatsApp-Bestellungen

„Uns sind in den Schaufenstern immer mehr Zettel mit WhatsApp-Nummern, Web-Adressen, oder E-Mail Adressen zum Bestellen aufgefallen.“ - Christopher, Gründer

Eine andere Version des heutigen Online-Bestellsystems gab es schon eine Weile lang im Raum Montabaur, erzählt Christopher, einer der drei Gründer. Durch die Corona-Einschränkungen wurde das System plötzlich viel häufiger genutzt. „Zeitgleich sind uns in den Schaufenstern immer mehr Zettel mit WhatsApp-Nummern, Web-Adressen, oder E-Mail Adressen zum Bestellen aufgefallen“, erzählt er. „Das hat uns auf die Idee gebracht, das System aus- und umzubauen um Gastronomen eine einfachere Möglichkeit an die Hand zu geben, als Bestellungen per WhatsApp entgegen zu nehmen.“

Bestellungen sollen einfach abgewickelt werden

Mit foodi.de stellen der Wiesbadener Christopher und seine beiden Mitgründer Theresa und Christian den Betreibern der Lokale jetzt ein neu aufgelegtes Online-System zur Verfügung. Darüber können die Gastronomen ihre Bestellungen ohne große Programmierkenntnisse verwalten. Die Menükarte wird digital abgebildet, die Restaurants können angeben, ob sie ihr Essen zum Abholen, Ausliefern, oder beides anbieten, und auch die Abwicklung von Onlinezahlungen kann foodi.de übernehmen. Zudem gibt es eine Android-App, die die Bestellungen in Echtzeit an die Restaurants übermittelt. Wer bei dem Restaurant bestellen möchte, geht dann einfach auf foodi.de, gibt seine Postleitzahl ein, sieht, welche Restaurants im Umkreis mitmachen, gibt seine Bestellung kostenfrei online ab und darf sich auf sein Essen freuen.

Nutzung bis Ende Mai für Gastronomen kostenlos

„Damit wollen wir die ohnehin schon arg gebeutelten Budgets der Betreiber schonen.“ - Christopher

Bis Ende Mai können die Gastronomen das Portal kostenlos nutzen. „Damit wollen wir die ohnehin schon arg gebeutelten Budgets der Betreiber schonen und ihnen die Möglichkeit geben, unseren Dienst ohne Risiko auszuprobieren“, erklärt Christopher. Nach dem 31. Mai erhebt foodi.de eine Provision von 8 Prozent auf den Bestellwert. Auf eine 10 Euro Bestellung entfallen also 80 Cent für die Nutzung des Portals.

Erstes Wiesbadener Restaurant dabei

„Wir konnten mit Carrie’s Chinese Kitchen unseren ersten Partner hier begrüßen.“ - Christopher

Das System wird derzeit vor allem im Raum Montabaur gut angenommen, erzählt Christopher. Seit dem 1. März sind über 4.300 Bestellungen eingegangen, alle Restaurants haben gemeinsam ein Trinkgeld von mehr als 2380 Euro eingenommen. Aber auch in Wiesbaden und Mainz haben die Gründer bereits Gespräche mit Gastronomen geführt und viel positives Feedback erhalten, so Christopher. Und: „Wir konnten mit Carrie’s Chinese Kitchen unseren ersten Partner hier begrüßen.“

Ob das Portal auch nach Ende der Corona-Einschränkungen noch genauso gut angenommen wird, können die Gründer jetzt noch nicht vorhersagen. „Es geht natürlich nichts über Essen vor Ort – da sind wir uns alle einig“, sagt Christopher. Die drei Gründer seien sich auch bewusst, dass die Zahlen rückläufig werden könnten, wenn die Restaurants wieder öffnen. „Wir denken aber, dass wir genug Partner von unserem Service überzeugen können, die unser Portal als Ergänzung zum regulären Geschäft betrachten.“ (ts)

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