Wieso in den Bussen die Fenster oft geschlossen sind

Bereits zu Beginn der Pandemie brachte die Mainzer Mobilität in vielen Bussen Aufkleber an die Kippfenster an: Zur besseren Durchlüftung sollen die Fenster geöffnet bleiben. Warum das in Wiesbaden nicht so ist.

Wieso in den Bussen die Fenster oft geschlossen sind

Lüften, lüften, lüften: Was schon Schulkinder lernen und im Klassenraum auch einhalten müssen, gilt auch für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel – zumindest in Mainz. Um die Fahrzeuge besser zu durchlüften, sollen in den Bussen dort die Fenster geöffnet bleiben, in denen eine Klimaanlage fehlt. Entsprechende Hinweise kleben großformatig auf den Kippfenstern. In den Wiesbadener Bussen fehlen diese Hinweise jedoch.

„Wieso sind in Bussen die Fenster geschlossen?“, fragt daher ein Leser aus Wiesbaden in einem Snip. „Weil ich mir einen abfriere, wenn ich ganz hinten im Bus sitze“, kommentiert ein anderer Leser. „Die Fenster sind zu, weil die Wahrscheinlichkeit, sich sonst eine fiese Erkältung zu holen, größer ist, als dass man sich mit ordentlich aufgesetzter sauberer FFP2 mit Covid-19 ansteckt“, ist ein weiterer der Meinung. Und: „Damit die Lüftung/Klimaanlage funktioniert.“

In Wiesbaden sollen die Fenster geschlossen bleiben

Tatsächlich gebe es in den Bussen der ESWE Verkehrsgesellschaft in Wiesbaden Klimaanlagen, „die permanent im Einsatz sind“, erklärt der Pressesprecher Micha Spannaus. Dadurch würde Frischluft angesaugt und so für einen guten Luftaustausch gesorgt. Abgesperrt seien die Klappfenster zwar nicht, es sei sogar erlaubt, dass sie unabhängig von der Klimaanlage beziehungsweise Heizung geöffnet werden. Dennoch empfiehlt Spannaus, sie geschlossen zu lassen, damit die Klima- und Lüftungsanlage auch voll funktionsfähig ist. „Das Öffnen der Klappfenster allein reicht für eine gute Durchlüftung nicht.“

Anders sieht es in Mainz aus: Kippfenster mit dem Hinweis „Dieses Fenster bitte nicht schließen!“ sollen auch wirklich immer geöffnet sein, wie Michael Theurer von der Mainzer Mobilität (MM) sagt. Denn in den betroffenen Fahrzeugen gebe es keine Klimaanlage. „Die anderen Fenster lassen sich überhaupt nicht öffnen.“ Sollten andere Fahrgäste die Fenster schließen und traue man sich nicht, sie darum zu bitten, diese wieder zu öffnen, könne man sich an den Fahrer wenden. „100 Prozent garantieren können wir nicht, dass die Fenster immer geöffnet sind“, so Theurer – auch wenn die Fahrer die Fenster jeweils öffnen würden, bevor sie losfahren. Indem jedoch auch in Mainz zunehmend Busse mit Klimaanlagen angeschafft würden, versuche man, die Situation weiter zu verbessern.

Ausgiebig durchlüftet würden die Busse jeweils an der Endhaltstelle, indem das Fahrpersonal die Türen für eine Weile öffne. Gleiches gelte auch in Wiesbaden: Wie Pressesprecher Spannaus erklärt, achte das Fahrpersonal auch hier darauf, an den Endhaltestellen, auf dem Betriebshof sowie während der Pausen alle Türen zu öffnen, damit die Fahrzeuge gut durchlüftet werden.

Logo