Warnstreik bei ESWE: Busse in Wiesbaden stehen am Freitag still

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten von ESWE Verkehr in Wiesbaden zum Warnstreik auf. Am Freitag müssen sich Fahrgäste auf massive Ausfälle im Busverkehr einstellen.

Warnstreik bei ESWE: Busse in Wiesbaden stehen am Freitag still

Pendler und Fahrgäste in Wiesbaden müssen sich am kommenden Freitag, dem 20. Februar, auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilt, ruft sie die rund 1200 Beschäftigten der ESWE Verkehrsgesellschaft zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Die Arbeitsniederlegung soll mit der Frühschicht beginnen und erst mit der letzten Schicht enden, auch wenn diese am Samstagmorgen endet.

Grund für den erneuten Streik ist eine unerwartete Wendung in der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in Hessen am 4. Februar. Laut ver.di hätten die Arbeitgeber überraschend zwei neue Bedingungen gestellt. So soll eine seit über zehn Jahren bestehende Zulage gekürzt und mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet werden. Außerdem sei geplant, die ebenfalls seit langem gültige Aufstockung des Krankengeldes zu kürzen.

Warnstreik in Wiesbaden: Vorläufiger Schlusspunkt?

Dieses Vorgehen kritisiert die Gewerkschaft scharf. „Das war kein feiner Zug, so kurz bevor wir eigentlich zuversichtlich auseinandergehen wollten“, erklärt ver.di-Gewerkschaftssekretär Philipp Schumann. Was jahrelang gegolten habe, solle nun ohne Not gestrichen werden. Der Warnstreik in Wiesbaden sei ein vorläufiger Schlusspunkt, man werde aber auch danach weiter streiken, wenn nötig.

Bei den Verhandlungen geht es um die Rahmenbedingungen der Arbeitsverhältnisse. So verlangt die Gewerkschaft unter anderem eine Schicht- und Wechselschichtzulage für alle Angestellten im Fahrdienst. Bislang erhält der Fahrdienst diese Zulagen nicht, da die Arbeit nicht als Schichtarbeit gewertet wird.