Pendler rund um Wiesbaden könnten bald viel sparen

Maßnahme innerhalb des Luftreinhalteplans

Pendler rund um Wiesbaden könnten bald viel sparen

Gute Nachrichten für alle, die mit dem öffentlichen Nahverkehr zwischen Wiesbaden und dem Umland unterwegs sind: Zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember sollen die Tickets zwischen Wiesbaden und den Nachbarkommunen Niedernhausen, Taunusstein, Schlangenbad, Eltville und Kiedrich günstiger werden — und zwar um bis zu 30 Prozent.

Erfolg nach langen Verhandlungen

„Das ist ein wichtiges Signal zur Stärkung des ÖPNV und lässt unsere Region zusammenwachsen.“ - Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Und darüber freuen sich vor allem die Nachbarkommunen. „Es ist ein großartiger Erfolg nach langen Verhandlungen, dass es nun mehr zur Einführung des Sondertarifs kommt“, sagt der Taunussteiner Bürgermeister Sandro Zehner. Und auch der Wiesbadener Verkehrsdezernent Andreas Kowol sieht in der Einführung des sogenannten Nachbarschaftstarifs einen Durchbruch: „Dass wir gemeinsam mit dem RMV und dem Rheingau-Taunus-Kreis diese grundsätzliche Einigung erzielen konnten, ist ein wichtiges Signal zur Stärkung des ÖPNV und lässt unsere Region zusammenwachsen.“

Außerdem könne man mit dem Nachbarschaftstarif nicht nur ein attraktives Angebot für Pendler und Naherholungssuchende schaffen, so Kowol weiter. „Auch unsere Innenstadt und der dort ansässige Einzelhandel würden davon profitieren, wenn mehr als 70.000 Menschen deutlich günstiger nach Wiesbaden kommen.“

Maßnahme des Luftreinhalteplans

„Wenn man ein stärkeres Umsteigen vom Auto auf den Bus will, muss dies auch wirtschaftlich konkurrenzfähig sein.“ - Sandro Zehner, Bürgermeister Taunusstein

Außerdem könnte auch die Luftqualität in Wiesbaden davon profitieren: Die Einrichtung des Nachbarschaftstarif ist eine der Maßnahmen innerhalb des Luftreinhalteplans für die Stadt Wiesbaden und hat zum Ziel, den Verkehr vom Auto auf Bus und Bahn zu verlagern, um damit umwelt- und klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. Der Taunussteiner Bürgermeister gibt Kowol recht und ergänzt: „Wenn man ein stärkeres Umsteigen vom Auto auf den Bus will, muss dies auch wirtschaftlich konkurrenzfähig sein.“

Damit der Nachbarschaftstarif nun aber tatsächlich kommt, muss noch eine Hürde genommen werden: Über die Einführung wird auf der kommenden RMV-Aufsichtsratssitzung am 27. Mai endgültig entschieden. (js)

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