Immer mehr Maskenverweigerer in Wiesbadener Bussen?

In den meisten Bereichen ist die Pflicht zum Tragen einer Maske aufgehoben. Ausnahme sind Busse, Bahnen und Züge. Wird sich in Zukunft etwas daran ändern?

Immer mehr Maskenverweigerer in Wiesbadener Bussen?

Seit fast eineinhalb Jahren gilt in Bussen und Zügen sowie in Flugzeugen die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Während die Maskenpflicht in den meisten öffentlichen Bereichen inzwischen aufgehoben ist, gilt sie im Öffentlichen Personennahverkehr nach wie vor. Daran wird sich auch in Zukunft wohl nicht viel ändern.

Zwar hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) erst Mitte Mai gefordert, die Pflicht in Verkehrsmitteln aufzuheben, doch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält weiter an der Regel fest: Angesichts der weiterhin hohen Inzidenz fehle „der Spielraum, auf Masken im öffentlichen Verkehr zu verzichten", schrieb er damals auf Twitter. Die Pflicht zu Bedeckung von Mund und Nase ist daher vorerst im Infektionsschutzgesetz bis zum 23. September festgeschrieben.

Immer mehr Maskenverweigerer?

Das gilt auch in Wiesbaden. Dennoch beobachten einige Merkurist-Leser, dass inzwischen immer mehr Leute auf das Maskentragen verzichten: „Maskenverweigerer in den öffentlichen Verkehrsmitteln nehmen immer mehr zu“, so Leser Michael in einem Snip. „Ich konnte nie beobachten, dass die Masken im Bus von allen getragen werden. 1/4 der Reisenden trägt sie gar nicht oder unter dem Kinn und je jugendlicher der Reisende, desto höher die Maskenverweigerung“, hat ein anderer die Erfahrung gemacht.

Angesichts der derzeit steigenden Inzidenz sehen das viele kritisch: „Es ist Pflicht und die gilt für alle, von daher ist es nicht in Ordnung. Man kann von seinen Mitmenschen durchaus erwarten, dass sie dem nachkommen und eine Maske schützt nicht nur sich selbst sondern andere“, findet ein Leser.

50 Euro Bußgeld

Auch ESWE Verkehr appelliert eindringlich: „Wir bitten alle Fahrgäste, sowohl zum Schutz der Gesundheit aller anderen als auch im eigenen Interesse, sich an diese Verordnung zu halten“, heißt es auf der Webseite. Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, müsse mit „Vertragsstrafen“ oder einem Bußgeld, verordnet durch Polizei oder Ordnungsamt, rechnen: 50 Euro sind dann fällig. Zulässig sind dabei ausschließlich medizinische Gesichtsmaske sowie FFP-Masken.

Auf Merkurist-Anfrage macht ESWE-Pressesprecher Micha Spannaus zwar keine Angaben dazu, ob sich tatsächlich viele Menschen nicht mehr an die Maskenpflicht in den Bussen halten. Er weist aber darauf hin, dass die Maskenpflicht in den Bussen zudem von den Fahrausweisprüfern regelmäßig kontrolliert werde. Gerade jetzt sei es wichtig, dass sich jeder an die Verpflichtung halte: „Experten gehen davon aus, dass wir bereits mitten in einer ‘Sommerwelle’ sind. Die Pandemie ist also noch nicht vorbei“, so Spannaus. „Wir appellieren daher an alle Fahrgäste, sich unbedingt weiter an die Maskenpflicht im ÖPNV zu halten. Wir werden deren Einhaltung auch weiterhin kontrollieren. Mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes schützt man nicht nur die Mitmenschen um sich herum, sondern vor allem sich selbst.“

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