Diese Kandidaten kämpfen um das Amt des Oberbürgermeisters

Am 26. Mai können die Wiesbadener einen neuen Oberbürgermeister wählen. Diese Personen stecken hinter den sieben Namen auf dem Wahlzettel.

Diese Kandidaten kämpfen um das Amt des Oberbürgermeisters

Acht Wiesbadener gingen ins Rennen um den Posten des Wiesbadener Oberbürgermeisters, der am 26. Mai für die nächsten sechs Jahre gewählt werden soll. Für Elmar Krebber endete der Wahlkampf, bevor er überhaupt begonnen hatte. Der Architekt schaffte es nicht, rechtzeitig die geforderten 162 Unterstützerunterschriften im Rathaus einzureichen.

Sieben Kandidaten im Rennen

So bleiben noch sieben Namen übrig, die am Wahltag auf den Stimmzetteln stehen werden.

Gert-Uwe Mende (SPD)

Die SPD schickt Gert-Uwe Mende ins Rennen um Sven Gerichs Nachfolge. Der 56-Jährige sagt von sich selbst, dass er jahrelange Erfahrung in der Politik mitbringt. Diese konnte er in seinem Berufsleben als Pressesprecher im hessischen Innenministerium und als SPD-Fraktionsgeschäftsführer sammeln, im Rathaus selbst sei er jedoch ein unbeschriebenes Blatt und habe mit keinem eine Rechnung offen oder eine Vorgeschichte am Laufen.

Eberhard Seidensticker (CDU)

Für die CDU tritt der Dachdeckermeister Eberhard Seidensticker an. Der 53-Jährige ist in Wiesbaden geboren und lebt aktuell mit seiner Familie im Stadtteil Schierstein. In der Wiesbadener Kommunalpolitik ist er kein Unbekannter: 2006 wurde er Mitglied im Schiersteiner Ortsbeirat, seit 2011 in der Stadtverordnetenversammlung.

Ingo von Seemen (Linke)

Ebenfalls ein bekanntes Gesicht aus dem Sitzungssaal tritt für die Linke an. Mit gerade einmal 32 Jahren ist Ingo von Seemen der jüngste Kandidat. Er sieht sich als Wiesbadener durch und durch. „Ich wurde in den HSK in Dotzheim geboren und lebe inzwischen im Westend. Ehrenamtlich mache ich Politik seit ich 17 bin“, fasst er seine Vita zusammen. Gemeinsam mit seinem Konkurrenten Seidensticker ist er seit 2016 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher.

Christiane Hinninger (Grüne)

Als einzige Frau geht Christiane Hinninger für die Grünen ins Rennen. Sie lässt sich bereits zum dritten mal für die OB-Wahl aufstellen. Die 57-Jährige aus Breckenheim lebt seit 1991 in der Landeshauptstadt, ist studierte Biologin und recherchiert für einen privaten Radiosender aus Rheinland-Pfalz Hintergrundberichte.

Sebastian Rutten (FDP)

Die FDP hofft auf einen Sieg des 42-jährigen Sebastian Rutten. Der studierte Rechtsanwalt ist Geschäftsführer der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz und Lehrbeauftragter für Sozialversicherungsrecht an der Katholischen Hochschule Mainz. Er betont, dass seine Arbeit in einem anderen Bundesland liegt, und seine politischen Entscheidungen deshalb nicht beeinflussen kann.

Eckhard Müller (AfD)

AfD-Kandidat Eckhard Müller wird bis zum Wahltag 73 Jahre alt sein, und ist damit der älteste Bewerber um den Posten des Oberbürgermeisters. Er will das Amt für eine Legislaturperiode ausführen. Auf sein Alter angesprochen merkt er an, dass Konrad Adenauer als erster deutscher Bundeskanzler im gleichen Alter sein Amt antrat - und es 14 Jahre lang ausübte.

Christian Bachmann (Freie Wähler)

Die letzte Zusage um einen Platz auf dem Wahlzettel kam von Christian Bachmann. Der 44-Jährige ist Einkaufsleiter in Darmstadt und lebt als Familienvater in Wiesbaden. Seit 2011 ist er Teil der Stadtverordnetenversammlung, außerdem im Ortsbeirat Nordenstadt aktiv.

Wahlkampfstart

Zum Wahlkampfauftakt nutzten bereits sechs der sieben Kandidaten die Chance, sich und ihre politischen Ziele im Sitzungssaal des Rathauses dem Seniorenbeirat vorzustellen. Doch die großen Touren durch die Stadt fangen jetzt erst an. Am Mittwoch, 3. April treten fünf Kandidaten (Mende, Seidensticker, von Seemen, Hinninger, Rutten) beim „OB-Wahlopoly“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Georg-Buch-Haus an. Beginn ist um 18:30 Uhr. Weitere Termine sind in Planung. Auch Plakate mit den Gesichtern der Kandidaten dürften demnächst die Stadt schmücken. (ms)

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