So haben die Stadtteile bei der Bürgermeisterwahl abgestimmt

Bei der Wahl zum Wiesbadener Oberbürgermeister unterscheiden sich die Ergebnisse zwischen den Stadtteilen deutlich. Während sich einige Kandidaten vor allem auf ihre Hochburgen verlassen mussten, punkteten andere in der ganzen Stadt.

So haben die Stadtteile bei der Bürgermeisterwahl abgestimmt

Die erste Runde der Wahl zum neuen Wiesbadener Oberbürgermeister ist vorbei. Mit 27,1 Prozent konnte Gert-Uwe Mende von der SPD die meisten Stimmen für sich gewinnen und zieht in die Stichwahl am 16. Juni ein. Dorthin folgt ihm Eberhard Seidensticker (CDU) mit 24,5 Prozent. Nur knapp dahinter landet Christiane Hinninger von den Grünen mit 23,4 Prozent der Stimmen, deutlich vor den Kandidaten der weiteren Parteien, die wie Hinninger nicht in die Stichwahl einziehen.

Wie auch bei anderen Wahlen, unterscheiden sich die Ergebnisse innerhalb der 260 Wiesbadener Wahlbezirke deutlich. Aber wie haben die einzelnen Stadtteile Wiesbadens abgestimmt? Welcher Kandidat konnte wo am meisten Stimmen für sich gewinnen?

Wahlsieger Gert-Uwe Mende konnte die Wiesbadener im gesamten Stadtgebiet überzeugen — in allen 30 Stadtteilen erreichte er mindestens 21 Prozent der Stimmen. Am besten schnitt Mende in Ämoneburg (35,9 Prozent) sowie seinem Heimatstadtteil Dotzheim (34,9 Prozent). Auch in Klarenthal und Frauenstein war Mende mit über 30 Prozent der Stimmen klarer Sieger.

Eberhard Seidensticker konnte sich auf seinen Heimatstadtteil Schierstein verlassen, wo er mit 34,8 Prozent am meisten Stimmen gewann. Auch in den klassischen CDU-Hochburgen im Norden und Osten der Stadt ging Seidensticker als Sieger hervor. Hier waren Sonnenberg (34 Prozent), Naurod (35 Prozent) und Breckenheim (34,5 Prozent) die stärksten Stadtteile.

Während die Grünen bei der Europawahl als stärkste Kraft in Wiesbaden hervorgingen, landete ihre OB-Kandidatin Christiane Hinninger nur auf dem dritten Platz. Besonders überzeugen konnte sie in den grünen Hochburgen in der Innenstadt. So erreichte sie im Westend mit 41,4 Prozent das höchste Einzelergebnis aller Kandidaten. Auch in Mitte (36,2 Prozent) und im Rheingauviertel (30,3 Prozent) war sie die erfolgreichste Kandidatin.

Sebastian Rutten (FDP) konnte besonders in Sonnenberg (17,6 Prozent) und in Biebrich (14,0 Prozent) punkten. Eckhard Müller von der AfD konnte nur in Amöneburg (12,2 Prozent) und Klarenthal (12 Prozent) mehr als 10 Prozent der Stimmen gewinnen. Ingo von Seemen (Linke) hatte im Westend mit 10,8 Prozent sein bestes Ergebnis und der siebte Kandidat Christian Bachmann von den Freien Wählern in Nordenstadt (10,9 Prozent).

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