Wie geht es mit dem Real-Gelände in der Mainzer Straße weiter?

Nach dem Aus des Real-Markts in der Mainzer Straße gab es schon umfangreiche Pläne, was auf dem Grundstück in der Zukunft entstehen soll. Doch nun sind die Maßnahmen anscheinend etwas ins Stocken geraten.

Wie geht es mit dem Real-Gelände in der Mainzer Straße weiter?

Vor ziemlich genau fünf Monaten musste der Real-Markt in der Mainzer Straße für immer schließen. Eine Übernahme durch eine andere Supermarktkette scheiterte unter anderem an dem maroden Zustand des Gebäudes. Wie es mit dem Areal in Südost weitergehen sollte, war aber bereits mehr als ein halbes Jahr vor dem Aus der Filiale bekannt. So war am Standort in der Mainzer Straße ein Immobilienprojekt mit integriertem Supermarkt geplant. Doch nun ergeben sich wohl einige Änderungen beziehungsweise Verzögerungen, was die Planungen anbetrifft.

Pläne müssen überarbeitet werden

Als Investor vor Ort trat zunächst die Carlton-Gruppe auf. Nach Angaben auf der Website des Unternehmens waren bereits Ideen entwickelt worden, das Grundstück in mehreren Schritten komplett neu zu bebauen. Dazu gehörten ein moderner Lebensmittelmarkt sowie Shops, Fachmärkte, ein Hotel sowie Büro- und Wohnungsflächen. Dabei nehme die städtebauliche Einbindung des neuen Quartiers eine dominierende Rolle ein, hieß es auf der Website.

Wie das Unternehmen weiterhin angab, erfolge die Abstimmung mit der Stadt Wiesbaden sowie weiteren Beteiligten sehr konstruktiv, sodass ein zügiger Projektbeginn erfolgen könne. Das Projektvolumen sollte mehr als 100 Millionen Euro betragen. Wie das Projekt nun konkret gestaltet werden soll, fragte Merkurist schon vor über einem Jahr mehrmals bei der Carlton-Gruppe an. Doch bis heute bleibt das Unternehmen eine Antwort schuldig.

Die Stadt Wiesbaden erklärt jetzt gegenüber Merkurist, dass auch sie nicht mehr in Kontakt mit der Gruppe stehe. „Nach einer Anfrage und Gesprächen der Carlton Gruppe im Jahr 2018 wurden diese Gespräche im Jahr 2019 von der Carlton Gruppe mit der Stadt Wiesbaden nicht mehr weitergeführt“, sagt der Liegenschaftsreferent der Stadt Wiesbaden, Dr. Alexander Reinfeldt. Danach habe ein Projektentwickler Ende 2019 im Auftrag der Eigentümer ein neues Bebauungskonzept erstellt. Dieses habe eine Nutzungsänderung mit einem größeren Anteil an Wohnungen beinhaltet.

Doch aus diesem Plan wurde nun nichts. Denn die Prüfung des Plans habe ergeben, dass die beabsichtigte Nutzungsänderung von der Planung für die Mainzer Straße, so wie sie die Stadtverordnetenversammlung beschlossen hatte, abweicht, erklärt Reinfeldt. Damit würden unter anderem die Grundzüge der Planung insgesamt gefährdet. Das Planungskonzept sollte daher überarbeitet werden. „Sobald modifizierte Pläne vorliegen, ist seitens der Stadt vorgesehen, den bereits begonnenen Dialogprozess weiter zu führen, damit die vorgesehene städtebauliche Neuordnung und Bebauung erfolgen kann“, sagt Reinfeldt. Der Umbau des Areals könne dann beginnen, sobald die hierzu erforderlichen Baugenehmigungen vorliegen.

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