Einzelhandel in Hessen kündigt Streiks zur Weihnachtszeit an

Ab Dezember müssen sich Kunden auf Streiks in vielen größeren Geschäften einstellen – auch in Wiesbaden.

Einzelhandel in Hessen kündigt Streiks zur Weihnachtszeit an

Leere Regale, weniger Service, längere Schlangen: So könnte es in der Weihnachtszeit in einigen Wiesbadener Geschäften aussehen – und das nicht nur wegen des vorweihnachtlichen Shopping-Fiebers. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) hat für Hessen Streiks im Weihnachtsgeschäft beschlossen.

Bereits am 2. November protestierten Beschäftigte von Esprit, H&M, Ikea, Kaufland, Douglas, Primark, Rewe/Penny und Zara am Frankfurter Flughafen. „Während die Unternehmen die Preissteigerung an ihre Kund*innen durchreichen können und tatsächlich entsprechend höhere Umsätze erzielen, bleibt den Angestellten nur die Hoffnung auf eine spürbare Lohnerhöhung“, sagt Marcel Schäuble, Verhandlungsführer für den hessischen Einzel- und Versandhandel.

Mit den Streiks im Weihnachtsgeschäft wolle man die Arbeitgeber zu einem „schnelleren und weitergehenden Nachdenken“ anregen. Schon seit Mai gebe es Streiks im hessischen Einzelhandel, doch bislang ohne Erfolg. „’Nikolaus – Streik im Haus‘ ist unsere Botschaft an die bislang störrischen Arbeitgeber*innen“, so Schäuble. Wer das provoziert, muss dann auch ohne Jammern die Konsequenzen tragen.“