Ärger um Parkplatzsituation im Rheingauviertel

Falschparker, enge Straßen und Autofahrer auf Parkplatzsuche: So beschreibt Anwohner Vincent die Situation in der Niederwaldstraße. Er fragt sich, ob die Stadt nicht etwas gegen die Verkehrsprobleme in der Straße im Rheingauviertel tun kann.

Ärger um Parkplatzsituation im Rheingauviertel

Täglich ärgert sich Merkurist-Leser Vincent über die Parksituation in der Niederwaldstraße im Rheingauviertel. Als Anwohner wird er immer wieder Zeuge von abenteuerlichen Wendemanövern, Falschparkern und Unfällen. „Zwischen 16 und 18 Uhr beginnt der Wahnsinn am schlimmsten unter der Woche“, sagt der Wiesbadener. „Autofahrer bekriegen sich auf der Straße auf der Suche nach einem Parkplatz. Aus der Not heraus wird auf Halteverbotsbereiche ausgewichen.“ Und das führe dazu, dass die Straße zu eng werde.

Die schrägparkenden Autos würden die Straße so sehr verengen, dass die Krankenwagen der nahe gelegenen Asklepios Paulinen Klinik Probleme hätten, die Straße zu durchqueren. Auch die Einfahrt zum Kindergarten und Spielplatz am Wallufer Platz sei häufig zugeparkt. Weil die Sicht in der Straße dadurch oft behindert werde, würde man die Kinder schnell übersehen. All diese Probleme beobachtet Vincent schon lange. Deshalb fragt er sich, ob die Stadt Wiesbaden nicht etwas tun kann, um die Situation in der Niederwaldstraße zu verbessern.

Feuerwehrkontrollfahrt geplant

„Wir werden das Quartier Niederwaldstraße in einer der nächsten gemeinsamen Feuerwehrkontrollfahrten einbeziehen.“ - Sprecher des Verkehrsdezernats

„Dass in der Niederwaldstraße häufig Fahrzeuge verkehrsordnungswidrig abgestellt werden, ist bekannt“, bestätigt ein Sprecher des Wiesbadener Verkehrsdezernats auf Merkurist-Anfrage. Zwar kenne das Dezernat bisher keinen konkreten Fall, bei dem Kranken- oder Feuerwehrwagen schwer durch die Straße fahren konnten, das wolle man aber überprüfen. „Wir werden, um eine aktuelle und fundierte Einschätzung der Lage zu erhalten, das Quartier Niederwaldstraße in einer der nächsten gemeinsamen Feuerwehrkontrollfahrten einbeziehen.“

Einen Plan, die Straße grundsätzlich zu verändern, oder mehr Parkplätze zu schaffen, gibt es aktuell nicht. Tatsächlich wurde die Niederwaldstraße aber in der Vergangenheit als Fahrradstraße in Betracht gezogen. Im Radverkehrskonzept 2015 wurde sie als mögliche Straße genannt, in der der Radverkehr bevorrechtigt ist. „Diese Maßnahme wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht prioritär behandelt“, so der Sprecher des Verkehrsdezernats. Stattdessen konzentriere man sich derzeit darauf, das Radnetz vor allem auf den Hauptverkehrsstraßen auszubauen.

Parkbeirat muss Lösungen finden

Mit Parkproblemen, wie in der Niederwaldstraße, will sich in Zukunft aber der neue Wiesbadener Parkbeirat auseinandersetzen, so der Sprecher. Den Beirat gibt es erst seit Ende Januar. Er soll Konzepte schaffen, durch die Parkplätze künftig besser und effektiver genutzt werden können, „die selbstverständlich auch im Rheingauviertel Anwendung finden werden.“ (nl)

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