Wiesbadener OB Mende gibt beide Dezernentenposten ab

Wiesbadens OB Gert-Uwe Mende gibt die Zuständigkeit für Sport und Stadtplanung ab. Zuvor zieht er Bilanz über millionenschwere Investitionen in Hallen, Plätze und neuen Wohnraum.

Wiesbadener OB Mende gibt beide Dezernentenposten ab

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende ist nicht mehr für die Bereiche Sport und Stadtplanung zuständig. Mit der neuen Dezernatsverteilung Anfang September gingen die Aufgaben an Stadträtin Daniela Georgi (CDU) für Sport und Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Grüne) für Stadtplanung über.

Nun zieht Mende eine Bilanz seiner Arbeit. „Beide Arbeitsbereiche habe ich mit Freude und Leidenschaft betreut und es schmerzt mich, die Verantwortung dafür abzugeben“, so der Oberbürgermeister. Er sei sich aber sicher, dass seine Nachfolgerinnen die Aufgaben im besten Sinne der Stadt wahrnehmen werden.

Millionen für die Sportinfrastruktur

Nach sieben Jahren als Sportdezernent blickt Mende auf zahlreiche Investitionen zurück. Sein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Modernisierung der Sportinfrastruktur. So wurden die Großsporthalle im Weidenborn sowie die Hallen der Hermann-Ehlers- und der Gerhart-Hauptmann-Schule neu gebaut. Die Sporthalle im Schelmengraben wurde saniert, weitere Sanierungen in Biebrich und Breckenheim laufen aktuell. Insgesamt wurden dafür bisher mehr als 36 Millionen Euro ausgegeben, hinzu kommen rund 40 Millionen Euro für Mietmodelle der neuen Hallen.

In den Umbau und die Sanierung von Sportplätzen flossen in den vergangenen Jahren mehr als sechs Millionen Euro. Weitere rund vier Millionen Euro investierte die Stadt in zwei neue Funktionsgebäude in Bierstadt und an der Waldstraße. Auch die Wiesbadener Sportvereine wurden mit mehr als zehn Millionen Euro an Zuschüssen und rund sechs Millionen Euro für eigene Bauvorhaben unterstützt. „Die persönliche Zuwendung zu den Vereinen durch Präsenz bei vielen Veranstaltungen und die städtische Sportlerehrung waren mir ein Herzensanliegen – und diese werde ich auch weiterhin pflegen“, so Mende.

Schaffung von Wohnraum und Großprojekt Ostfeld

Die Stadtplanung hatte Mende nach dem Tod des damaligen Dezernenten Hans Martin Kessler (CDU) übernommen. Wichtigstes Anliegen sei ihm die Schaffung von Wohnraum und die Gewinnung neuer Flächen für die Gewerbeentwicklung gewesen. So soll noch im September der Bebauungsplan „Südlich des Dankwardwegs“ beschlossen werden, der Baurecht für rund 750 neue Wohnungen schafft.

Das größte Projekt der Stadt ist die städtebauliche Entwicklung am Ostfeld. Dort soll der neue zentrale Behördenstandort für das Bundeskriminalamt entstehen. Außerdem wird im südlichen Bereich ein neuer Stadtteil mit bezahlbarem Wohnraum für etwa 10.000 Menschen geschaffen.

Mende betonte, dass er sich auch weiterhin für das Gelingen des Projekts einsetzen werde. „Die vergangenen Jahre waren geprägt von intensiver Arbeit, vielen Gesprächen und anspruchsvollen Abwägungen. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit den vielen Akteurinnen und Akteuren, die diese Prozesse begleitet und mitgestaltet haben“, sagte der Oberbürgermeister.