Wiesbaden wird Modellstadt für „besseren Fußverkehr“

Stadt soll sicherer und attraktiver für Fußgänger werden

Wiesbaden wird Modellstadt für „besseren Fußverkehr“

Wiesbaden wird eine von fünf Modellkommunen für besseren Fußverkehr. Der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. unterstützt die Stadt in den nächsten zwei Jahren dabei, eine Fußverkehrsstrategie zu entwickeln. Dadurch soll es in Zukunft sicherer und attraktiver werden, zu Fuß durch Wiesbaden zu gehen.

Außer Wiesbaden wurden auch Braunschweig, Erfurt, Flensburg und Meißen ausgewählt. Bis Anfang 2023 wird es in jeder der fünf Städte strategische Gespräche mit der Stadtverwaltung geben, zudem einen Workshop, einen Fußverkehrs-Check, eine Aktion auf der Straße und eine Begehung mit der Kommunalpolitik. Außerdem werden Bürger als sogenannte „Quartiers-Geherinnen und -Geher“ geschult. Sie sollen Bindeglied zwischen Gesellschaft und Verwaltung werden. Dabei sollen sie ihren Mitbürgern auch zeigen, wie sie die Kommunalverwaltung bei der Fußverkehrsförderung unterstützen können.

Mit der Teilnahme an dem Projekt möchte die Stadt Wiesbaden dem selbstgesteckten Ziel „Fußgängerstadt Nr. 1 in Deutschland“ aus dem Verkehrsentwicklungsplan 2030 einen großen Schritt näherkommen. „Wir stehen noch relativ am Anfang“, sagt Rosa Jahn von der Abteilung Verkehrsplanung dazu. „Durch die drohenden Dieselfahrverbote und daraus resultierenden Maßnahmen zur Luftreinhaltung bewegt sich zurzeit sehr viel in Sachen Verkehrswende. Diesen ‚Schwung‘ möchten wir auch für die Förderung des Fußverkehrs nutzen.“

Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne) hofft, dass dadurch noch mehr Menschen zu Fuß durch die Stadt gehen: „Die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener laufen schon heute häufiger zu Fuß, als in den meisten anderen deutschen Großstädten“, sagt er. „Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen, sondern werden die hier noch schlummernden Potenziale in den nächsten Jahren weiter ausschöpfen.“

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie vom Umweltbundesamt gefördert. Im Vorfeld hatten sich bundesweit 30 Städte beim FUSS e.V. um die Teilnahme beworben. Wer zum Beispiel als Quartiers-Geher an dem Projekt teilnehmen möchte, kann sich unter der Mailadresse fvs@fuss-ev.de melden.

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