Sieben Schulen in Hessen, darunter auch die Grundschule Schelmengraben in Wiesbaden, sind nun in selbstständige Schulen umgewandelt worden. Das teilt das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen mit. Der neue Status erlaubt den Schulen demnach mehr Eigenverantwortung, mehr Gestaltungsspielraum und mehr Möglichkeiten im Umgang mit Ressourcen.
Bildungsminister Armin Schwarz sagt dazu: „Ich freue mich, dass weitere Schulen den Weg in die Selbstständigkeit wagen, um unsere Schülerinnen und Schüler durch die erweiterten Möglichkeiten möglichst optimal im Lernen zu unterstützen.“ Die Umwandlung diene der Schul- und Unterrichtsentwicklung.
Das plant die Grundschule in Wiesbaden
Jede der sieben Schulen verfolgt dabei ein eigenes Konzept, um die neuen Freiheiten zu nutzen. Die Grundschule Schelmengraben in Wiesbaden will ihr Leitbild über eine feste Wertestunde im Ganztag verankern. Zudem soll der sprachsensible Unterricht gestärkt werden.
Andere Schulen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So fördert die Grundschule Riedberg in Frankfurt selbstgesteuertes Lernen durch sogenannte Lernweghäuser, während die Luise-Büchner-Schule in Groß-Gerau digitale Kompetenzen ausbauen und soziales Engagement durch ein Patenkonzept fördern will. Am Gymnasium Michelstadt stehen das psychische Wohlbefinden und soziale Kompetenzen im Fokus.
Mit den neuen Schulen gibt es in Hessen nun 117 selbstständige allgemein bildende Schulen und 49 selbstständige berufliche Schulen. Grundlage für die Umwandlung ist das Hessische Schulgesetz, das den Schulen auf dieser Basis erweiterte Handlungsspielräume gibt.