Mehr Wiesbadener Parkplätze könnten kostenpflichtig werden

Die Stadt Wiesbaden entwickelt ein neues Konzept für den öffentlichen Parkraum. Das könnte bedeuten, dass bald mehr Parkplätze kostenpflichtig werden.

Mehr Wiesbadener Parkplätze könnten kostenpflichtig werden

Einen freien Parkplatz in der Wiesbadener Innenstadt zu finden ist nicht immer einfach. Fast unmöglich ist es, einen Stellplatz ohne Gebühren zu finden, da die Plätze an den Straßen meistens nur gegen Gebühren benutzbar sind. Anders sieht es in Zonen aus, die als Bewohnerparken gekennzeichnet sind. Hier darf man, meist in der Zeit von 9 bis 20 Uhr, auch ohne Bewohnerausweis für zwei Stunden kostenlos parken. Diese werden auch sehr gerne in Anspruch genommen, wie Merkurist-Leserin Paula beobachtet:

Auch Leser Hermann kritisiert, dass durch die Regelung Bewohner nur wenig von den Parkplätzen hätten. Da die 2-Stunden-Regelung zum Teil nur bis 18 Uhr geht, seien viele Bewohnerparkplätze schon zuvor belegt.

Luftreinhalteplan

Dieses System könnte sich in Wiesbaden jedoch bald ändern. Im Rahmen des Luftreinhalteplans arbeitet die Stadt aktuell an einem neuen Parkraummanagementkonzept. Der Plan der Stadt: die öffentlichen Parkplätze noch weiter zu bewirtschaften. „Das kann zum Beispiel Halteverbote, Begrenzung der Parkdauer durch eine Parkscheibenregelung, Bewohnerparken, Sonderparkberechtigungen und Parken mit Parkschein umfassen“, erläutert ein Sprecher des Verkehrsdezernats.

Je nachdem, wie stark ein Parkplatz genutzt werde, sei das Parken mit Parkscheibe dennoch weiterhin eine Option. Aber die Stadt will mit ihrem Konzept auch weitere Stellflächen für Anwohner öffnen, wie etwa an Supermärkten, Büros oder anderen öffentlichen Einrichtungen. Die ersten Ergebnisse zum Konzept sollen bis zum Frühjahr 2020 vorliegen. Wo es genau Änderungen geben wird, will die Stadt gemeinsam mit ESWE Verkehr prüfen, so der Sprecher. „Dann wird eine klare Empfehlung ausgesprochen. Die Umsetzung wird anschließend zwischen Verwaltung und Politik abgestimmt.“ (ms)

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