Der Modehändler New Yorker schließt seinen Standort in der Kirchgasse 42 am 13. Mai. Grund dafür sind die Sanierungsarbeiten des Walhalla – ein teures und durchaus umstrittenes Mammutprojekt. New Yorker war Mieter des Gebäudes an der Kirchgasse, das vor zwei Jahren von der SEG erworben wurde. Die Einzelhandelsfläche im Erdgeschoss befinde sich direkt unter dem Walhalla-Festsaal und stehe künftig nicht mehr als Retail-Fläche zur Verfügung (laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, Dezember 2024). Strategisch ist der Standort mitten in Wiesbadens Fußgängerzone eine Top-Lage: Der gegenüberliegende Mauritiusplatz hat sich vor allem in den letzten Jahren zu einer beliebten Event-Fläche entwickelt – mit Winterstubb und Sommermarkt.
Der neue Standort im LuisenForum
Doch blicken wir nach vorne: Jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen und New Yorker zieht über 2 Etagen ins LuisenForum. Erfahrung hat der Konzern durchaus schon gesammelt mit Standorten in Einkaufszentren: So findet sich in Wiesbaden eine weitere Filiale bereits seit vielen Jahren im anderen großen Shopping-Center der Stadt, im lili direkt am Bahnhof. „Beide Standorte bieten ein attraktives Umfeld mit hoher Besucherfrequenz und einem vielfältigen Handelsmix”, so Nena Müller, Communications Manager bei New Yorker.
Zur Eröffnung am 28. Mai gibt’s ein buntes Programm mit Live-DJ, Aktionen und Angeboten. Die ersten 50 Besucherinnen und Besucher erhalten einen 10-Euro-Gutschein. Wer möchte, kann sich Kleidungsstücke direkt vor Ort besticken lassen. Bis zum 30. Mai laufen die Eröffnungsangebote weiter.
Erfolgreich ohne Onlineshop
New Yorker richtet sich mit seinem Angebot vor allem an junge Menschen. Aber hat keinen Onlineshop. Wie geht das denn? In Zeiten von TikTok Shopping, Temu und Shein zeigt der Händler, dass die jungen Leute durchaus in die Innenstadt gehen, um zu shoppen. Das bedeutet nicht, dass New Yorker nicht in Social Media aktiv ist. Doch man setze grundsätzlich weiterhin auf das Einkaufserlebnis im stationären Handel, betont Nena Müller.
Wachstum statt Krise
New Yorker ist – trotz des Namens – ein deutsches Unternehmen aus Braunschweig, das dieses Jahr 55 Jahre alt wird. Seit mehr als einem halben Jahrhundert spricht der international agierende Konzern mit seinem Angebot junge Menschen an. Die neuesten Fashion-Trends zu günstigen Preisen.
Während die Modebranche insgesamt strauchelt, andere Ketten Filialen schließen und Stellen abbauen, sucht New Yorker aktiv neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Stores sollen „inspirierende Anlaufpunkte für modeinteressierte Kunden” sein. Orte für Erlebnis und Austausch – Dinge, die der Onlinehandel so nicht bieten kann. Ob das Konzept auch am neuen Standort im LuisenForum aufgeht, zeigt sich ab dem 28. Mai.