Sebastian Schulz eröffnet Maldaner Espresso Bar in Wiesbaden

Am 6. Juni eröffnet Sebastian Schulz mit „Maldaner Coffee Roasters“ eine neue Espresso-Bar in der Mauergasse. Schon jetzt kann man in dem neuen Kaffee-Fachgeschäft vorkosten – und die Riech-Bar entdecken.

Sebastian Schulz eröffnet Maldaner Espresso Bar in Wiesbaden

„Wir wollen Kaffee mit allen Sinnen erlebbar machen“, sagt Sebastian Schulz, Inhaber der neuen Maldaner Espresso-Bar in der Mauergasse, während er sich an die Theke setzt, von der man die Kaffee-Zubereitung und das gesamte Handwerk der Baristas beobachten kann. „Vom Flair wie in Italien“, findet der Inhaber, nur dass man hier die Espresso-Maschinen geschickt in die Arbeitsplatten verbaut hat.

Seit dem 7. Mai befindet man sich in der Soft-Opening-Phase, die Prozesse spielen sich noch ein. Doch bereits am 6. Juni soll das neue Kaffee-Fachgeschäft offiziell eröffnen – dann will das junge Team das Kaffee-Erlebnis der Wiesbadener mit Tastings und einem Revival des „langen Donnerstag“ auf ein neues Level heben, so die Vision. „Wir planen ein regelmäßiges After-Work-Happening mit Specialty Coffee und Aperitivi.“

Maldaner-Sohn mit globalem Online-Handel erfolgreich

Sebastian (36) ist Sohn der Maldaner-Familie, die seit 26 Jahren das traditionsreiche Kaffeehaus in der Marktstraße führt – seinerseits eine Institution nach Wiener Vorbild aus dem Jahr 1859. Vor acht Jahren hat er den Familienbetrieb um die „Maldaner Coffee Roasters“ erweitert, die den Fokus auf Specialty Coffee legt und die Verbindung zwischen Farmer und Endkonsument wiederherstellen möchte.

Erfolgreich ist er vor allem mit dem Online-Handel von Spezialitätenkaffee: „Europaweit sind wir bekannter als in Wiesbaden“, bestätigt Sebastian, der den Maldaner-Kaffee inzwischen nicht nur in Lissabon, Barcelona und London, sondern auch in China und Südkorea vertreibt. Die Stammkundschaft in Wiesbaden will er trotzdem zufrieden stellen und bringt deshalb mit der Maldaner Espresso Bar einen weiteren Signature-Shop in die Innenstadt.

Vor fünf Jahren hat er bereits die Mainzer Brüh- und Espressobar eröffnet. Auch die recht versteckt gelegene Rösterei in der Wiesbadener Hellmundstraße (Westend) mit Café-Betrieb ist seine Erfindung. „Wir verstehen uns als Concept Store für Kaffee“, erklärt er: „und wollen in andere Städte expandieren.“ Damit die Menschen wieder ein Gespür für Kaffee bekommen, hat er in der Mauergasse eine Riech-Bar mit Zerstäubern aufgebaut. Hier können Connaisseure und solche, die es werden wollen, seltene Röstungen aus kleinen Ernten kennenlernen. „Wir unterstützen vor allem Frauen und Jungfarmer in Ursprungsländern“, erklärt Sebastian weiter.

Kaffee trinken wie in der Weinbar

Das Besondere an seinem Konzept: „Anders als in gewöhnlichen Cafés, die nur eine bestimmte Bohne servieren, kann man sich bei uns an die Bar setzen und neben dem Mühlenkaffee, den es in fruchtig-experimentell und nussig-schokoladig gibt, nahezu jede Sorte Kaffee probieren.“ Sebastian und sein Team nennen das „Single Dosen“. Vergleichbar sei das mit dem Öffnen einer seltenen Flasche Wein in der Weinbar: Die vordosierten „Single Dosen“ des Kaffees sind vorabgewogen und lagern bei Minus 20 Grad im Gefrierer: „Das sind quasi die Champagners unter unseren Kaffees, die wir als Double Shot in jeder gewünschten Art zubereiten – ob als Flat White, Doppel-Cappuccino, Long Black oder Filterkaffee“, führt er aus. Der Vorteil für Kaffee-Liebhaber: Sie können teure und seltene „Unicorn“-Ernten vor dem Kauf zuerst probieren, betont der Inhaber.

Self-Service mit moderner Coffee Experience

So fügt sich „Maldaner Coffee Roasters“ perfekt in die Umgebung der Mauergasse ein – gleich gegenüber liegt die Vinothek Balthasar Ress. Statt Tischservice gibt es in dem bargeldlosen Fachgeschäft mit Brühbar diverse Kuchen aus dem Kaffeehaus von Sebastians Eltern und die berühmten Kardamom-Schnecken aus dem „hier & jetzt“. Nach erteilter Ausschanklizenz ab Juni will man außerdem Jungwinzern eine Bühne geben und neben Espresso Martini, Negroni und Bier auch junge Sekt-Manufakturen und Weißweine der Region vorstellen.

Bei dem durchdachten Konzept ist zu erwarten, dass die 60 Quadratmeter große Ladenfläche hohen Andrang erhält: Mit 26 Plätzen plus Theke im Innenraum und großzügig erweiterbarer Terrassenfläche dürfte das aber kein Problem darstellen. Für die Wochenenden plant das Maldaner-Team mit fünf Mitarbeitern.

Die Espresso-Bar „Maldaner Coffee Roasters“ in der Mauergasse 15 hat von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und jeden Samstag von 9:30 Uhr bis 18 Uhr.