Nach den Ferien: Großer Wasserspielplatz in Wiesbaden eröffnet

Nach einem Jahr Bauzeit wurde der neue Wasserspielplatz in den Reisinger-Anlagen eröffnet. Jetzt nach den Sommerferien ist der Spielplatz täglich für Bürger, Eltern und Kinder geöffnet.

Nach den Ferien: Großer Wasserspielplatz in Wiesbaden eröffnet

Der erste permanente Wasserspielplatz Wiesbadens wurde in Anwesenheit von Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Grüne) am Donnerstag (13. August) in den Reisinger Anlagen eröffnet. Das Wasserspiel läuft nun täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr. Ursprünglich war die Eröffnung schon früher geplant, nun kann der Spielplatz jedoch erst unmittelbar nach Ende der hessischen Sommerferien genutzt werden.

Mit dem Wasserspielplatz solle der öffentliche Raum aufgewertet werden, erklärte die Bürgermeisterin. „In heißen Zeiten wie diesen wollen wir die Klimaresilienz der Stadt erhöhen und Spiel, Bewegung und Abkühlung miteinander verbinden“, führte sie weiter aus.

Ortsvorsteher Guido Haas (Grüne) erläuterte: „Die Idee hinter dem Spielplatz war es ein niedrigschwelliges Angebot zu schaffen, zum Beispiel für Eltern von Kindern, die nicht in den Urlaub fahren können und dann einen Ort brauchen, um sich hier aufhalten und abkühlen zu können.“

Design-Inspiration vom Riesen Ekko

Der Spielplatz erstreckt sich auf 1.500 Quadratmetern Fläche am Rande der Reisinger-Anlagen. Der Gestaltung des Wasserspielplatzes lag die Geschichte des Riesen Ekkos zugrunde, dem Wiesbaden der Sage nach seine Hügel, Täler, Bäche und Thermalquellen zu verdanken haben soll. Es gibt auf dem Spielplatz eine große handförmige Fläche mit fünf Fingern und einen Fußabdruck mit Wasserdüsen.

Besonders auffällig ist der große Drache als Wasserrutsche. Auch ein Wassertisch und Spielelemente, wie Wasserrad und Wasserschieber, stehen zur Verfügung. Einige Sitzgelegenheiten und Schattenbereiche gibt es bereits, weitere Bäume und Schirme würden noch kommen, erläuterte Hinninger. Auch Gabriele Wolter, Amtsleiterin des Grünflächenamts, sagte: „Hier an dem Ort wird noch einiges verändert. Ab Herbst wird weiter angepflanzt.“

Es gibt insgesamt 16 Bänke und ein barrierefreies WC, das im Gebäude mit der Wassertechnik untergebracht ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Wolter betonte: „Das ist der erste Wasserspielplatz dieser Art in Wiesbaden.“ Und weiter: „Wir brauchen gepflegtes Grün. Unsere Grünanlagen sind Aufenthaltsorte, Spielorte, Rückzugsorte.“

Nachhaltige Wassernutzung

Eine Aufbereitungsanlage im neugebauten Technikhaus mit mehreren Filtern sorge für Wasser in hoher Qualität. Gleichzeitig werde nur so viel Frischwasser eingespeist, wie durch Verdunstung verloren gehe. So könne das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf möglichst lange wiederverwendet werde, sagte die Bürgermeisterin. Wolter ergänzte: „Ein nachhaltiger Wasserkreislauf ist notwendig, um mit der knappen Ressource Wasser sorgsam umzugehen.“

Mahnmal wird wieder aufgebaut

Für den Bau des Wasserspielplatzes wurde das Mahnmal für die deportierten und ermordeten Sinti und Roma vorübergehend entfernt. „In den kommenden Wochen wird es wieder aufgebaut und das Umfeld rund um das Mahnmal wird gestalterisch aufgewertet“, erklärte Hinninger.