Das 'New Orange' steht in den Startlöchern

Im ehemalige „Café Orange“ am Schiersteiner Hafen laufen Umbauarbeiten. Nach der Neueröffnung soll dort im Sommer ganz besonderes Fleisch auf die Teller kommen. Aber auch Cocktails stehen auf der Karte des „New Orange“.

Das 'New Orange' steht in den Startlöchern

Für viele Stammgäste kam die Meldung, dass das Café Orange am Schiersteiner Rheinufer schließen musste, überraschend. Seitdem sind rund eineinhalb Jahre vergangen. Doch jetzt laufen dort wieder Umbauarbeiten, denn ein neuer Betreiber will dort schon am 19. Mai mit einem neuem Konzept unter dem Namen New Orange Gäste empfangen.

Neues Konzept

„Der Umbau läuft auf Hochtouren“, sagt Volker Born, der die Öffentlichkeitsarbeit für den neuen Betrieb übernimmt. Auf einen genauen Eröffnungstermin könne man sich derzeit noch nicht festlegen, doch Mitte/Ende Mai sei angedacht. Zuvor sei das Team noch mit einem Streetfood-Truck von „Uria-West“ unterwegs, der auch in Schierstein schon einmal Halt gemacht habe. „Die Resonanz bei Streetfood-Festivals ist immer gut“, erklärt Born. Daher sei ein eigenes Restaurant ein logischer nächster Schritt gewesen.

So wie beim Streetfood-Wagen auch, stünden für die Betreiber die Zutaten ihrer Speisen im Fokus. Auf den Teller komme nämlich kein übliches Schlachthof-Fleisch, sondern sogenanntes „Weirinda“-Fleisch. Dieses kommt von drei Bauern aus dem Westerwald, die neben spezieller Fütterung und Haltung auch auf ein bestimmtes Schlachtverfahren setzen. „Die Tiere werden auf der Weide liegend betäubt, damit sie vom gesamten Prozess nichts mitbekommen“, erklärt Born. Weil das Rind keinen Stress verspüre, würde unter anderem weniger Adrenalin ausgeschüttet, was sich positiv auf die Fleischqualität auswirke.

Rind aus besonderer Haltung

Das Bio-Rind werde dann im New Orange zu Burgern, Würstchen und Pastrami verarbeitet. „Auf der Karte stehen aber auch ein vegetarischer Burger, Salate und Suppen“, so Born. Jungtiere wie Lamm oder Kalb wolle man nicht verarbeiten, da ihre Tötung dem Konzept widerspreche. Neben dem Restaurantbetrieb sei auch eine Cocktailbar geplant. Auch dort sollen nur Bio-Zutaten in den Shaker wandern.

Nach dem Umbau soll das Restaurant über rund 40 Sitzplätze verfügen. „Die typischen Vierertische, die viele noch aus dem alten Lokal kennen, sollen erhalten bleiben“, sagt Born. Neue Polster, Theken und Toiletten seien aber in Arbeit. Auf der Terrasse sollen im Sommer noch einmal etwa 100 Gäste auf Möbeln im klassischen Biergartenstil Platz finden. „Und weil es nicht nur schmecken, sondern auch Spaß machen soll, installieren wir neben dem Eingang im Restaurant eine Empore, die bei Veranstaltungen später als Bühne genutzt werden kann“, sagt Born und denkt dabei zum Beispiel an kleine Jazz-Konzerte oder Künstler-Abende.

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